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Piloten vermuten Druck aus USA
06.01.2004









Wie AP am Dienstag berichtete, vermuten britische Piloten zunehmend, daß die scharfen Sicherheitsmaßnahmen, die die USA derzeit gegen britische Flugzeuge richten, vorrangig dazu dienen sollen, Druck auf British Airways auszuüben, damit die Fluggesellschaft dem Einsatz von "Sky Marshals" auf ihren Flügen zustimmt.

Mehrere Flüge der British Airways sind in den letzten Tagen abgesagt oder durch scharfe Kontrollen, um Stunden verzögert worden. Nach Darstellung der US-Behörden gab es "ernste Hinweise" auf bevorstehende Terroranschläge, außerdem wurden gesuchte Terroristen an Bord der Maschinen vermutet. Später stellte sich dann heraus, daß es sich hierbei um Namensverwechslungen, in einem Fall mit einem Säugling, handelte.

Während die britische Regierung dem Einsatz von "Sky Marshals" zugestimmt hat, hatten sich die britische Piloten anfänglich gegen einen derartigen Mitflug bewaffneter Wachen ausgesprochen. Mittlerweile hat sich die britische Pilotenvereinigung BALPA aber "widerstrebend" damit einverstanden erklärt, sofern den Piloten die Identität und die Sitzplätze der Wachen offenbart wird.

Außerdem verlangen die Piloten weitere Zusicherungen wie beispielsweise die Schadloshaltung der Piloten für den Fall von Schießereien an Bord.

"Wir haben in diesem Land gesetzliche Auflagen, daß wir nur abheben dürfen, wenn wir sicher sein können, daß der Flug sicher sein wird", sagte Jim McAuslan, Generalsekretär der BALPA. "Derzeit, mit den unbekannten Risiken, die sich durch Sky Marshals ergeben, sind wir es nicht."

Dänemark, Schweden, Finnland und Portugal haben bereits kategorisch die amerikanische Forderung nach Einsatz von "Sky Marshals" abgelehnt und angekündigt, gegebenenfalls Flüge zu amerikanischen Zielen zu streichen. Andere Fluggesellschaften, darunter auch die deutsche Lufthansa, haben gesagt, daß sie derartige bewaffnete Wachen schon seit mehreren Jahren und im gesamten Streckennetz einsetzen, berichtete der Spiegel am Dienstag.

McAuslan sagte, daß amerikanische Behörden nach Ansicht von Mitgliedern der Vereinigung die Arbeit von British Airways behindern, um sie zum Akzeptieren von "Sky Marshals" zu bringen. "Das ist ein wachsendes Gefühl unter unsere n Mitgliedern, daß das der Grund ist, warum es getan wird", sagte er.

Der britische Verkehrsminister Alistair Darling bezeichnete dies als "kompletten Blödsinn." Es ist allerdings nicht bekannt, warum Darling glaubt, daß die USA ihm gegenüber dies zugeben würden.

Tatsächlich richten sich die Maßnahmen der US-Behörden vorrangig gegen britische Flugzeuge, ohne daß dies bisher zu Ermittlungsergebnissen geführt hätte.

Unterdessen hat sich die britische Fluggesellschaft Thomas Cook am Dienstag den Verweigerern angeschlossen und gesagt, auch sie würde erforderlichenfalls Flüge streichen, aber keinesfalls bewaffnete Wachen an Bord ihrer Flugzeuge lassen.





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