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Tom Hurndall ist tot
14.01.2004









Tom Hurndall, dem ein israelischer Soldat am 11. April des vergangenen Jahres in den Kopf geschossen hatte, ist am Dienstagabend gestorben.

Hurndall, Mitglied des International Solidarity Movement (ISM), einer Organisation, die versucht, Palästinenser durch die Anwesenheit von Aktivisten vor israelischen Übergriffen zu schützen, war angeschossen worden, als er versuchte, mehrere palästinensische Kinder vor den Schüssen von israelischen Soldaten in Sicherheit zu bringen. Seitdem befand er sich in einem vegetativen Zustand und wurde künstlich am Leben gehalten.

Letztendlich starb er an einer Lungenentzündung.

Am 31. Dezember war bekannt geworden, daß ein israelischer Soldat zugegeben hat, grundlos auf Hurndall geschossen zu haben und daß sich dieser derzeit in Haft befindet, da gegen ihn ermittelt wird.

Am Montag nun wurde gegen den Soldaten Anklage erhoben. Ihm werden vorsätzliche Körperverletzung - er behauptet, Hurndall nicht getötet haben zu wollen - zwei Fälle von Irreführung der Justiz, Anstiftung zu einer falschen Zeugenaussage, falsche Zeugenaussage und unpassendes Benehmen vorgeworfen.

Den Recherchen von Hurndalls Familie zufolge hat der Soldat ein Zielfernrohr benutzt, was sie an der Darstellung, er habe ihn nicht töten wollen, zweifeln läßt. Daher wird die Familie darauf drängen, der Anklage Mord hinzuzufügen. Gegenüber den Anwälten der Familie hatte der zuständige Richter bereits gesagt, daß im Falle von Hurndalls Tod die Anklage auf Totschlag oder Mord erweitert werden würde.

Eine erste Untersuchung der israelischen Armee hatte den Soldaten von jeder Schuld freigesprochen, da er behauptet hatte, jemand habe zuvor auf ihn geschossen und er habe sich nur verteidigt.





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