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Irak: neue Angriffe, neue Kriegsverbrechen
03.01.2004









Im Irak ist es zu mehreren Angriffen auf US-Soldaten gekommen, bei denen mindestens 3 Soldaten getötet wurden. Außerdem wurden vom US-Militär weitere Kriegsverbrechen begangen.

Ein Konvoi von mehreren Tanklastwagen wurde auf der Straße zu der Stadt Ramadi von Widerstandskämpfern angegriffen und einer der Tanklastwagen geriet dabei in Brand. Nach US-Angaben erfolgte der Angriff, bei dem 3 US-Soldaten verletzt wurden, mit einer Bombe, einer Granate und Schußwaffen.

Südlich Baghdads wurden am Freitag 2 US-Soldaten getötet und 3 weitere verletzt, als ihre Patrouille mit einer Bombe angegriffen wurde.

Der schwerwiegendste, wenn auch nicht tödlichste, Angriff erfolgte Freitag Nacht auf die Basis der 4th Infantry Division der US-Army bei Balad, 80 Kilometer nordwestlich von Baghdad. Hierbei wurde die Basis mit mehreren Mörsergranaten beschossen. Ein Soldat wurde getötet und 2 weitere verletzt, als eine der Granaten neben ihrem Wohncontainer explodierte.

Von bisherigen US-Berichten ausgehend war dies der folgenreichste derartige Angriff auf eine US-Basis. Die Vermutung, daß die Widerstandskämpfer ihre Fertigkeiten im Umgang mit den Waffen verbessert haben, ist naheliegend und könnte sich als großes Problem für das US-Militär erweisen.

Dieser Ansicht ist anscheinend auch das US-Militär, da in der Nacht zum Samstag der im Süden Baghdads gelegene Ortsteil Doura bombardiert wurde. Ein Sprecher des US-Militärs deutete an, daß vermutet würde, daß von dort Mörser auf US-Positionen abgefeuert worden sind.

In der Stadt Samarra sprengten US-Soldaten Augenzeugenberichten zufolge das Haus von Talab Saleh, der beschuldigt wird, Angriffe auf US-Soldaten zu organisieren. Außerdem nahmen die Soldaten seine Frau und seinen Bruder gefangen und sagten, diese würden erst freigelassen, wenn Saleh sich stellt. Begriffe wie "Sippenhaft" und "Erpressung" sind für diese Vorgehensweise sicherlich angebracht.

In der Nähe der Stadt Fallujah feuerten US-Soldaten auf mehrere eindeutig als solche gekennzeichnete Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, die Aufnahmen von der Absturzstelle des abgeschossenen - mittlerweile wird dies auch vom US-Militär zugegeben - Kiowa-Hubschraubers machen wollten.

Nachdem die Reporter flüchteten, wurden sie von US-Soldaten verfolgt und mehrere Reporter wurden gefangengenommen.

"Unsere Jungs befinden sich immer noch in Gefangenschaft und wir wurden bisher nicht über irgendwelche Anschuldigungen informiert", sagte Andrew Marshall, Leiter des Reuters-Büros in Baghdad.

Die vom US-Militär verbreitete Darstellung, daß "als Reporter getarnte" Widerstandskämpfer auf die Absturzstelle bewachende Soldaten geschossen haben sollen, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach eine Schutzbehauptung sein, um die unrechtmäßige Gefangennahme und den Angriff auf die Reporter in Nachhinein zu rechtfertigen.





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