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US-Soldaten müssen bleiben
07.01.2004









AP berichtete am Mittwoch in einem Artikel, daß "nach Saddams Gefangennahme eine unheimliche Ruhe einzieht."

Durch die Gefangennahme des durch den Einmarsch der USA gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein und durch "aggressive Reaktionen" auf Angriffe auf US-Soldaten sind die Angriffe in der Stadt Tikrit stark zurückgegangen, sagte Oberstleutnant Steve Russell, Kommandeur des 1st Battalion, 22nd Infantry Regiment der 4th Infantry Division.

Die britische BBC berichtete andererseits am Mittwoch, daß das US-Militär es mindestens 7.000 höherrangigen Soldaten untersagen wird, am Ende ihrer Dienstzeit aus dem US-Militär auszuscheiden.

Außerdem sind 63 Millionen US-Dollar für Bonuszahlungen an Soldaten, die ihre Dienstzeit verlängern, bereitgestellt worden. Dem einzelnen Soldaten soll hierbei ein Bonus zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar gezahlt werden.

Beide Maßnahmen sollen verhindern, daß die Zahl der aktiven Soldaten noch weiter absinkt. Sowohl im US-Kongreß als auch in der Führung des US-Militärs wird vermutet, daß der US-Army angesichts der derzeitigen Aufgaben mindestens 20.000 Soldaten fehlen.

Angesichts dieser offensichtlichen Probleme, Soldaten zu einer freiwilligen Verlängerung ihrer Dienstzeit zu bewegen läßt Russells Darstellung nur den Schluß zu, daß ihnen jetzt im Irak langweilig wird.

Andererseits bestehen an der Behauptung, die Angriffe seien stark zurückgegangen, aber auch erhebliche Zweifel.

Im Irak sind im Dezember insgesamt 49 US- und "Koalitions"-Soldaten getötet worden. Dies war, abgesehen vom November mit 109 Getöteten, der höchste Wert außerhalb der Invasionsmonate März und April. Entweder sind die Angriffe also nicht zurückgegangen oder die Angriffe sind mittlerweile wesentlich "effektiver" darin, Soldaten zu töten.





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