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Wieder Fährunglück im Kongo
31.01.2004









Wie AFP am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo berichtete, ist es dort in der vergangenen Woche erneut zu einem schweren Fährunglück gekommen, bei dem vermutlich über 200 Menschen ums Leben gekommen sind.

Der Sprecher Alexandre Essome zitierte den Besitzer der Fähre mit den Worten, er habe "keinerlei Nachricht" von 200 der insgesamt 501 Passagiere der Fähre, nachdem diese durch einen im Maschinenraum ausgelösten Brand am Montag im Kongo gesunken war.

Erst im vergangenen November waren über 200 Menschen getötet worden, als eine Fähre während eines Sturms auf dem See Mayi Ndombe mit einem anderen Schiff zusammenstieß und daraufhin sank.

Im März 2003 war es zu einem weiteren Fährunglück im Kongo gekommen. Als eine Fähre auf dem See Tanganyika bei schlechtem Wetter kenterte, starben vermutlich bis zu 150 Menschen.

Fähren im Kongo dienen nicht nur häufig als Fortbewegungsmittel, sie werden auch regelmäßig weit über ihre Spezifikation hinaus überladen. Um dies zu vertuschen, wird häufig ein Teil der Passagiere nicht registriert, so daß es bei Unglücken schwierig ist, die genaue Zahl der Opfer zu beziffern.

Während deutsche Medien über andere Fährunglücke, beispielsweise in New York, wo im Oktober letzten Jahres 10 Menschen ums Leben kamen oder vor den Philippinen, wo 14 Menschen starben, berichteten, sind die Unglücke im Kongo - die insgesamt über 500 Menschenleben gekostet haben - bisher praktisch völlig unbeachtet geblieben.





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