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USA über Kuba "beunruhigt"
05.01.2004









Wie AP am Montag berichtete, ist die US-Regierung zunehmend "beunruhigt", weil Kuba und Venezuela ihrer Ansicht nach gemeinsam daran arbeiten, antiamerikanische Stimmung in Lateinamerika zu schüren.

Nach Ansicht der US-Regierung werden hierbei das "politische Können" des kubanischen Präsidenten Fidel Castro mit venezuelanischen Geldern aus Ölexporten kombiniert.

Die US-Beamten, die anonym bleiben wollten, vermuteten, daß Venezuela auch an der Amtsenthebung des bolivianischen, pro-amerikanischen Präsidenten Gonzalo Sanchez de Lozada beteiligt war. Einem der Beamten zufolge wurde Venezuelas Militärattaché in Bolivien vor dem Fall Lozadas des Landes verwiesen, weil er Evo Morales Geld hatte zukommen lassen. Morales ist ein Abgeordneter im bolivianischen Parlament und ausgesprochener Gegner des Kapitalismus.

Außerdem wird dem Land vorgeworfen, Regierungsgegnern in Ecuador und Uruguay Geld und Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt zu haben.

Tarek William Saab, Leiter der Kommission für Auslandsbeziehungen des venezuelanischen Kongresses, bestritt all die Vorwürfe vehement. Er beschuldigte im Gegenzug die USA, "Rufmord und Verleumdung zu benutzen, um eine verfassungsmäßige Regierung wie unsere zu schwächen."

Roger Noriega, oberster Mitarbeiter des US-Außenministers Colin Powell für den Bereich Lateinamerika, sagte am Freitag, daß Castro in seinen "letzten Tagen" als "nostalgisch, gewählte Regierungen zu destabilisieren erscheint. Aus der Perspektive seiner demokratischen Nachbarn sind Castros Handlungen zunehmend provokativ."

Nach Darstellung der USA hat Kuba tausende von Ärzten, Lehrern und Sporttrainern nach Venezuela entsandt. Außerdem sollen kubanische Agenten für die Sicherheit venezuelanischer Beamter sorgen.

Kubanische Stellen bestätigen zwar, daß Kubaner in Venezuela arbeiten, bezeichnen dies aber als ausschließliche humanitäre Hilfe.

Selbst, wenn die genannten Vorwürfe der Wahrheit entsprechen sollten - was abgesehen von den Kräfteverhältnissen immer noch abzulehnende Einmischungen in die Politik anderer Länder darstellen würde - so kann die Kritik der USA trotzdem nur als heuchlerisch bezeichnet werden.

Die genannten Praktiken - und wesentlich massivere Eingriffe - sind von amerikanischen Geheimdiensten seit Jahrzehnten angewandt worden, um mißliebige Regierungen zu schwächen oder gar zu stürzen.





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