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Türkei droht irakischen Kurden
16.01.2004









Einem Bericht der türkischen Zaman vom Donnerstag zufolge hat der türkische Premierminister den irakischen Kurden für den Fall einer Abspaltung offen mit einem "Eingreifen" der Türkei gedroht.

Bei einem Treffen mit Abdul Aziz al-Hakim, dem Führer des "Obersten Islamischen Revolutionsrates" (SCIRI) sagte Erdogan: "Wir sehen die Bemühungen zweier kurdischer Gruppen im Nordirak, die derzeitige Situation zu ihrem Vorteil zu nutzen. Uns überrascht dies und wir denken, daß es nicht richtig ist."

Für den Fall des Auseinanderfallens des Iraks kündigte Erdogan das Einschreiten der angrenzenden Länder an. "Syrien und der Iran denken ebenso", sagte er. "Ich sage ernsthaft, daß die Freiheit des Iraks unsere höchste Priorität hat. Ein Zerfall des Iraks bedeutet Instabilität für uns. Ihre Glück ist unsere Stabilität."

Schon vor Beginn des Irakkriegs hatte sich die Türkei besorgt gezeigt, daß ein Krieg zu Autonomiebestrebungen der Kurden im Nordirak führen könnte. Die Türkei befürchtet, daß ein unabhängiger kurdischer Staat im Nordirak, als direkt angrenzend an die Türkei, wiederum zu verstärkten Autonomiebestrebungen der in der Südtürkei lebenden Kurden führen würde.

Daher ist anzunehmen, daß die Türkei tatsächlich mit allen Mitteln versuchen würde, eine Abspaltung des Nordiraks zu verhindern.





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