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USA ziehen 400 Waffensucher ab
08.01.2004









Wie die New York Times am Donnerstag berichtete, haben die USA ein 400 Mitglieder umfassendes Team, das den Irak nach Massenvernichtungswaffen durchsuchen sollte, abgezogen.

Dies kann als klares Zeichen gewertet werden, daß die USA die Hoffnung, Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak zu finden, endgültig aufgegeben haben. Die durch die USA vorgebrachte Anschuldigung, daß der Irak im Besitz von chemischen und biologischen Waffen sei und an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitete war nach der ursprünglichen US-Darstellung der Hauptgrund für den Krieg gegen den Irak.

Erst am Mittwoch hatte die Washington Post einen Artikel mit dem Titel "Iraks Arsenal war nur auf dem Papier" veröffentlicht. In dem Artikel wird detailliert dargelegt, daß der Irak seit 1991 nicht mehr im Besitz von Massenvernichtungswaffen war und auch kein Programm zu ihrer Herstellung oder Entwicklung existierte, ebensowenig, wie ein Programm zur Entwicklung von Mittel- oder Langstreckenraketen.

In Interviews bestehen US-Stellen zwar nach wie vor darauf, daß die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak weitergehen müsse und daß noch immer Waffen gefunden werden könnten, tatsächlich spricht der Abzug eines Teams von 400 Spezialisten hier aber eine andere Sprache.

Die Tatsache, daß US-Stellen die Aufgabe der "Joint Captured Materiel Exploitation Group" als "erledigt" bezeichnen, da sie "alles eingesammelt haben, was es wert war eingesammelt zu werden" unterstreicht dies noch. Nicht nur, daß dies besagt, daß nach Ansicht der USA alle Orte im Irak untersucht worden sind, offenbar hält man es auch nicht für sinnvoll, die 400 Mitglieder des Teams mit anderen Aufgaben im Rahmen der Suche zu betrauen.

Darüber hinaus wird mittlerweile ein großer Teil der Mitglieder der "Iraqi Survey Group", die die Suche im Irak durchführen soll, dazu eingesetzt, den Widerstand im Irak zu bekämpfen, sagte ein hochrangiger Beamter des US-Verteidigungsministeriums.





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