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Wieder keine Chemiewaffen?
14.01.2004









Wie AP am Mittwoch berichtete, haben sich nach eingehenderen Tests auch die am Freitag vergangener Woche von dänischen Soldaten gefundenen Mörsergranaten als konventionelle Waffen herausgestellt.

Damit hat sich die Menge der gefundenen Waffen gegenüber ersten berichten nicht nur von "über 100" auf 36 verringert, auch die Behauptung, daß es sich dabei um chemische Waffen gehandelt hat, hat sich nun als falsch herausgestellt.

Selbst, wenn es sich dabei tatsächlich um mit Chemiewaffen bestückte Granaten gehandelt hätte, wäre dies keine Beleg für die amerikanische "Begründung" für den Einmarsch in den Irak gewesen, da sich auch die dänischen Soldaten von Anfang an sicher waren, daß die Granaten "seit über 10 Jahren vergraben" gewesen waren, sie also höchstwahrscheinlich aus dem Iran-Irak-Krieg stammten.

Erste Tests, die von dänischen Soldaten vor Ort vorgenommen worden waren, hatten besagt, daß die in der Nähe des Dorfes Qurnah gefundenen Granaten ein Blasen verursachendes Giftgas wie beispielsweise Senfgas enthielten. Da die von Soldaten vorgenommenen Untersuchungen vorrangig dazu dienen sollen, sie vor möglichen Gefahren zu schützen, kommt es bei diesen Untersuchungen häufig zu falschen Funden.

Ein US-Beamter, der anonym bleiben wollte, sagte nun, daß es sich weiteren Tests des US-Militärs zufolge höchstwahrscheinlich nicht um Chemiewaffen handelte.

Auch Berichten der Bevölkerung der Gegend, in der die Granaten gefunden wurden, zufolge gab es dort während des Iran-Irak-Kriegs, vor allem im Jahr 1984, schwere Kämpfe. Als die vor den Kämpfen geflüchteten Anwohner zurückkehrten, fanden sie all ihr Vieh tot vor und auch viele tote Menschen. Den Berichten nach hatten die Toten aber keine Schußverletzungen, sondern bluteten aus Mund und Nase.

"Die Iraqi Survey Group [die von den USA für die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak aufgestellt wurde] hat nie zuvor diese Art von Granaten gesehen", sagte das dänische Militär.

Angesichts der Tatsache, daß der Irak in den 80er Jahren von den USA militärisch massiv unterstützt worden ist, stellt sich hier die Frage, ob die Granaten tatsächlich keine Chemiewaffen enthielten oder vielleicht doch eher eine amerikanische Lieferung vertuscht werden soll.





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