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Keine Verbindung mehr nach Nigeria?
30.01.2004









Die niederländische Polizei hat diese Woche insgesamt 52 Personen verhaftet, die an über das Internet begangenen Betrugsfällen beteiligt gewesen sein sollen, berichtete AP am Freitag.

Im Rahmen der sogenannten "Nigeria Connection" wurde den Empfängern von E-Mails weißgemacht, der Absender sei im Besitz einer großen Menge Geld oder anderer Wertgegenstände, die Werte reichten hier häufig bis zu mehreren 10 Millionen Euro, die allerdings im Ausland lagerten oder für ihn aus anderen Gründen nicht erreichbar seien.

Der Empfänger wurde nun gebeten, als Mittelsmann zu fungieren und das Geld in Empfang zu nehmen. Hierfür wurde dann ein beträchtlicher Anteil des Geldes in Aussicht gestellt.

Zeigte sich der Empfänger interessiert, so wurde er unter verschiedenen Vorwänden dazu gedrängt, vorab Geld zu schicken, sei es für Gebühren, Reisekosten, Bestechungsgelder oder anderes. Derartige Zahlungen waren dann so lange nötig, wie der Empfänger der E-Mail bereit war zu zahlen. Selbstverständlich kam es danach nie zu dem Hauptgeschäft. In wenigstens einem Fall ist es allerdings dem "Opfer" gelungen, Geld vom "Täter" zu bekommen - wenn auch nur 3 US-Dollar.

Die Zahl der unterschiedlichen E-Mails ist zwar groß, und die Autoren haben sich teilweise wirklich Mühe gegeben, reale Vorfälle in die Geschichten einzubauen, letztendlich sind sich die E-Mails aber doch recht ähnlich. In diesem Fall hatten die Betrüger aber sogar gefälschte Websites erstellt, auf die die Opfer später verwiesen wurden.

Die Identität der Verhafteten wird zwar gemäß niederländischem Recht nicht veröffentlicht, nach Polizeiangaben soll es sich aber größtenteils um nigerianische Staatsbürger handeln. 80 Polizisten hatten insgesamt 23 Wohnungen durchsucht und dabei Computer, gefälschte Ausweise und 50.000 Euro beschlagnahmt.

Erst im Mai vergangenen Jahres waren 6 Personen wegen des gleichen Vorgehens zu bis zu 4 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten mehrere Millionen Euro von gutgläubigen - oder gierigen - Opfern in der ganzen Welt erhalten.

Auch diese Verhaftungen werden diese Betrugsart kaum beenden können, tatsächlich hat Freace.de aber seit über zwei Tagen keines dieser Angebote, die man nicht ablehnen kann, erhalten, während es noch vor einer Woche bis zu 5 an einem Tag waren.





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