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Warschauer Bürgermeister sagt USA-Reise ab
14.01.2004









Wie Reuters am Dienstag meldete, hat Lech Kaczynski, der Bürgermeister der polnischen Hauptstadt Warschau, eine geplante Reise in die USA aus Protest gegen die Einreisebestimmungen der USA abgesagt.

Ursprünglich wollte Kaczynski im April die US-Städte Chicago und New York besuchen, die beide einen hohen Anteil an polnischen Auswanderern haben.

Im Rahmen der verschärften Einreisebestimmungen im Rahmen des "Kriegs gegen den Terrorismus" sind Einreisende, die aus visumspflichtigen Ländern stammen, gezwungen, sich von US-Grenzbeamten photographieren und die Fingerabdrücke abnehmen zu lassen. Diese Daten werden digital in einer Datenbank gespeichert und mit bestehenden Daten verglichen. Bei der Ausreise wird die Prozedur wiederholt, um sicherzustellen, daß die betreffende Person die USA auch tatsächlich verläßt.

Polen hatte gehofft, daß es aufgrund seiner Beteiligung am Irakkrieg - das Land hat 2.500 Soldaten entsendet - von dieser Regelung ausgenommen werden würde. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt, was ein zentraler Punkt der Gespräche des polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski mit dem US-Präsidenten George W. Bush bei seinem Besuch in Washington Ende des Monats werden soll.

"Ich werde nur hingehen, wenn es nicht notwendig ist, sich photographieren und die Fingerabdrücke abnehmen zu lassen", sagte Kaczynski gegenüber Journalisten.





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