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Eins, zwei, drei, Osama kommt vorbei
01.01.2004









Seit einigen Tagen geht die Angst in Deutschland - aber nicht nur dort - um. Die Angst vor einem Mann, der sich - sogar nach Ansicht der USA - aller Wahrscheinlichkeit nach in einer der vielen Höhlen Afghanistans versteckt hält und penibel darauf achtet, sich keiner "modernen" Kommunikationsmittel zu bedienen, da der Rückruf höchstwahrscheinlich durch eine amerikanische Rakete erfolgen würde.

Dieser Mann, Osama bin Laden, dessen Organisation Al-Qaida den Worten der USA zufolge eng mit der hauptsächlich im Irak operierenden Organisation Ansar al-Islam - wurde der Irak nicht angeblich unter anderem deshalb angegriffen, um die Terrorgefahr zu verringern? - befreundet ist, hat nun also - ob direkt oder indirekt dürfte dabei gleichgültig sein - seinen Getreuen befohlen, den Menschen im fernen Deutschland zu zeigen, was er über sie denkt.

Daraufhin haben sich zwei dieser "Islamisten" dann aufgemacht, um in Deutschland etwas in die Luft zu jagen. Das Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg vielleicht. Oder die US-Basis in Frankfurt. Oder vielleicht auch, wie am Donnerstag gemeldet, ein Atomkraftwerk.

Sagt zumindest die CIA.

Und die müssen es ja wissen. Deshalb hat der Hamburger Innensenator natürlich auch gleich reagiert, wenn er auch - vermutlich nur aufgrund personeller Engpässe als Folge der Sparpolitik der letzten Jahre - leider darauf verzichten mußte, das Kriegsrecht über das Stadtgebiet zu verhängen, so haben die Anwohner rund um das betreffende Bundeswehrkrankenhaus im Stadtteil Wandsbek doch zumindest einen Vorgeschmack hiervon bekommen können, nachdem die Gegend von Polizisten mit Maschinenpistolen abgeriegelt wurde.

Der deutsche Bundesinnenminister Otto Schily zeigte sich enttäuscht, daß die "Terrorwarnung" der CIA "zu früh" bekannt geworden sei, da hierdurch "die Ermittlungen erschwert" würden. Hier stellt sich nur noch die Frage, ob Schily die "Warnung" selbst nicht sonderlich ernst nimmt, oder ob er einen Einsatz einer neuen "Spezialtruppe extrem perfekt getarnter Polizisten" (SEPP) geplant hatte.

Jetzt sucht die deutsche Polizei also anscheinend mehr (Hamburg) oder weniger (Bund) intensiv nach den beiden "eingereisten Islamisten", denen nach deutschem Recht nicht einmal die "Bildung einer terroristischen Vereinigung" vorgeworfen werden könnte, da hierfür mindestens drei Personen beteiligt sein müßten. Womöglich ein weiterer Teil eines besonders perfiden Plans?

In den Medien haben sich ziemlich schnell Zweifel an der Warnung der CIA breit gemacht.

Tatsächlich klingt die Geschichte auch nicht sonderlich logisch. Mag man die US-Basis in Frankfurt als Ziel noch akzeptieren, da sie zumindest logistisch wichtig für die US-Kriegsführung ist, sind das Bundeswehrkrankenhaus und erst recht deutsche Atomkraftwerke kaum Anschlagsziele, deren Zerstörung die USA bei der Führung von Angriffskriegen auch nur behindern würden.

Andererseits würden sie sich gegen ein Land richten, daß sich bisher stark gegen den Irakkrieg ausgesprochen hatte - auch wenn die deutsche Politik hier wie nicht anders zu erwarten war in letzter Zeit auf einen deutlichen Annäherungskurs zu den USA geht.

Derartige Anschläge könnten also zu einem deutlichen Umschwung in der deutschen Politik führen, die letztendlich zu einer Beteiligung deutscher Soldaten führen könnte.

Daß dies im Interesse der "Terrororganisationen" liegt, dürfte mehr als nur unwahrscheinlich sein.

Aber auch die nur durch die "Warnungen" ausgelöste Angst könnte schon dazu beitragen, den deutschen Standpunkt zu verändern. Eine "Nebenwirkung", die die USA sicherlich nicht bedauern würden.

Aber vielleicht hat ja bin Laden auch nur irgendwann einmal die Geschichte von den "Rosinenbombern" in Berlin gehört, sie allerdings nicht ganz verstanden und hofft nun, durch deutsche "Sauerkrautbomber" etwas Abwechslung auf seinen Speiseplan bringen zu können.





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