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Klare Prioritäten im Kapitalismus
05.01.2004









Das amerikanische Ministerium für Arbeit hat sich angesichts einer neuen Gesetzgebung hinsichtlich der Bezahlung von Überstunden offenbar genötigt gesehen, Arbeitgebern einige "Hinweise" zu geben, wie sie diese neue Regelung umgehen können.

Zu den genannten "Vorschlägen", die neue Regelung zu umgehen, gehört es beispielsweise, den Stundenlohn des Angestellten abzusenken, so daß er am Ende für den gleichen Lohn länger arbeiten muß.

Auch wird darauf hingewiesen, daß dem Bundesgesetz zufolge weder Urlaubs- noch Krankengeld, Pausen oder Zuschläge für Wochenendarbeit bezahlt werden müssen.

Die Tatsache, daß eine amerikanische Bundesbehörde hier ganz offensichtlich versucht, ein neues Gesetz für Arbeitgeber so weit als möglich unwirksam werden zu lassen, zeigt deutlich, auf wessen Seite die US-Regierung steht.

Gerade das amerikanische politische System, das ein großes privates oder auch über Spenden finanziertes Vermögen für einen erfolgreichen Wahlkampf voraussetzt, begünstigt sicherlich eine solche Denkweise.

Aber auch hierzulande werden die Weichen immer eindeutiger in Richtung eines kompromißlosen Kapitalismus gestellt, wie anhand der letzten Arbeits- und Kranken-"Reformen" zu sehen ist.

Es stellt sich zunehmend die Frage, inwieweit die gewählten Volksvertreter tatsächlich noch die Meinungen und Bedürfnisse des Volkes vertreten.





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