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USA: ein Land in Panik
09.01.2004









Wie der Greenfield Recorder am Dienstag berichtete (nur noch dieses Wochenende erreichbar), führen die ständigen Warnungen der US-Regierung vor neuen Terroranschlägen nicht nur zu Bespitzelungen von Bürgern untereinander, die "Opfer" dieses Verhaltens halten es sogar noch für eine vernünftige Maßnahme.

Eine Woche vor Weihnachten war Julie Olearcek mit ihrem 10-jährigen Sohn in die örtliche Staples-Filiale gegangen, weil er sich für Flugsimulatoren interessiert und sich ein solches Programm zu Weihnachten wünschte.

Die Tatsache, daß sie seit 15 Jahren Pilotin in der Reserve der Air Force ist, scheint sich dabei nicht auf ihren Sohn ausgewirkt zu haben, eher im Gegenteil.

"Er war enttäuscht, weil es Militär-Zeugs gab, aber es war alles Kampf-Zeugs also fragte ich den Verkäufer und er war alarmiert weil wir danach gefragt hatten, Flugzeuge zu fliegen und er sagte, daß wäre gegen das Gesetz", erzählte sie. Da der Verkäufer einen gereizten Eindruck machte, bestand sie nicht auf ihrer Ansicht, daß dies nicht illegal sei und verließ das Geschäft.

Schon bis zu diesem Punkt ist der Vorfall sicherlich schon bemerkenswert, die weiteren Geschehnisse zeigen allerdings, wie weit die Panik zumindest bei einem Teil des US-Bürger schon fortgeschritten ist.

Nachdem der Angestellte des Geschäfts seinen Vorgesetzten und die Behörden über das "verdächtige" Interesse eines 10-Jährigen an einem Flugsimulator informiert hatte, schlich am gleichen Abend gegen 20:30 Uhr ein Nationalgardist um das Haus der Olearceks.

"Zuerst war es etwas beunruhigend, weil es in Strömen regnete und mein Ehemann gerade gegangen war... Mein Sohn sagte, er hätte draußen jemanden ums Haus gehen gehört und es ängstigte ihn. Wir hatten unseren Weihnachtsbaum vor eine Glasschiebetür gestellt und der Gardist klopfte schließlich gegen das Glas der Tür und leuchtete mit einer Taschenlampe herein und machte uns Angst", berichtete sie weiter.

Der Nationalgardist befragte die Mutter hinsichtlich ihres Interesses für einen Flugsimulator und gab sich schließlich mit ihrer Erklärung, daß es sich dabei um ein Weihnachtsgeschenk handeln sollte, zufrieden, nicht zuletzt womöglich, weil sie ihm ihren Truppenausweis zeigte.

Weder Julie Olearcek, die Polizisten des Ortes noch ein Sprecher von Staples fanden an diesem Vorgang etwas Ungewöhnliches.

"Das Entscheidende ist, daß wir uns alle im Auge behalten müssen und mir ist ja nichts passiert", sagte sie. "Und was, wenn es anders gewesen wäre? Jeder einzelne in jeder Stadt muß den anderen im Auge behalten."





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