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Rußland plant Atomkriegs-Manöver
01.02.2004









Wie AP am Freitag unter Berufung auf einen Artikel der russischen Zeitung Kommersant berichtete, plant Rußland, Mitte Februar das größte Manöver seiner atomaren Streitkräfte seit zwei Jahrzehnten durchzuführen.

Dabei soll ein totaler Atomkrieg simuliert und die strategischen Bomber Tupolev-160, Interkontinentalraketen, von Bombern abgefeuerte Cruise Missiles und von U-Booten abgefeuerte Raketen eingesetzt werden. Außerdem sollen neue Militärsatelliten als "Ersatz" für "zerstörte" Satelliten vom Kosmodrom in Baikonur und der Abschußrampe Plesetsek in Nordrußland gestartet werden.

Raketen sollen dabei sowohl über den Nordatlantik als auch von den arktischen Regionen Rußlands in die Nähe des Kaspischen Meeres abgefeuert werden. Analysten beschrieben eine solches Manöver als die Simulation eines atomaren Angriffs auf die Vereinigten Staaten.

Das Ausmaß des Manövers soll zwar sicherlich nicht zuletzt die Chancen auf eine Wiederwahl des derzeitigen russischen Präsidenten Vladimir Putin verbessern, das gewählte Szenario kann allerdings auch als relativ klare Aussage gewertet werden.

Offiziellen Angaben gegenüber den USA zufolge soll die Übung dazu dienen, Bedrohungen durch den Terrorismus abzuwehren. Dies ist nicht nur durch die Tatsache, daß massiv Atomwaffen eingesetzt werden, wenig glaubwürdig, sondern insbesondere auch durch die Auswahl der Ziele.

Tatsächlich scheint Rußland die USA als zukünftigen Gegner zu betrachten, da sich die Übung anscheinend vorrangig gegen die Vereinigten Staaten richtet. Da allen Beteiliogten klar sein dürfte, daß ein derartiger Krieg nicht zu "gewinnen" ist, ist davon auszugehen, daß Rußland einen atomaren Angriff der USA zumindest für wahrscheinlich hält.

Dem Bericht zufolge wird das Ausmaß der Übung einem Manöver des Jahres 1982 sehr ähnlich sein, daß "den Westen" damals sehr nervös werden lies. Weder die USA noch die NATO haben sich bisher offiziell zu dem geplanten Manöver geäußert, es ist allerdings anzunehmen, daß auch dieses Mal die Größe der geplanten Kampfhandlungen nicht zur Beruhigung der "westlichen" Militärs beitragen wird.





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