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Vorbereitungen für neuen Korea-Krieg?
03.02.2004









Wie AP am Dienstag berichtete, wird das US-Militär mehrere Bomber vom Typ B-52 auf die Pazifikinsel Guam verlegen.

Offiziellen Angaben zufolge soll die Entsendung der Bomber von der Minot Air Force Base im US-Bundesstaat North Dakota nur als Ersatz für aus dem Irak und aus Afghanistan heimkehrende Soldaten dienen.

Die Sprecherin des Minot-Basis, Major Dani Johnson, sagte, daß in der Zukunft möglicherweise weitere Bomber in den Pazifik entsandt werden könnten.

Die in dem Artikel genannte Begründung, daß die Entsendung der Bomber dabei helfen würde, einen Angriff Nordkoreas zurückzuschlagen, widerspricht nicht nur der Behauptung, es würde sich nur um einen Ersatz im Rahmen eines Soldatenaustausches handeln, sondern besagt entweder, daß die USA einen Angriff auf Nordkorea planen oder in Korea die Strategie der "verbrannten Erde" aus der Zeit des "Kalten Krieges" einsetzen wollen, da die Bombardierung einer vorrückenden Armee praktisch unmöglich ohne massive Schäden in dem zu verteidigen Land erfolgreich sein dürfte.

Die B-52 ist vorrangig für den Abwurf von Atombomben konzipiert worden und ist der einzige Bomber in der amerikanischen Luftwaffe, der in der Lage ist, Cruise Missiles abzufeuern.

Die Entsendung der Bomber auf den US-Stützpunkt in Guam ist sicherlich bestenfalls ein Indiz, allerdings scheint die Aussage, daß es sich hier einerseits nur um das Auswechseln von Truppen, andererseits nur um eine friedenssichernde Maßnahme handelt, kaum glaubwürdig.

Der klassische Einsatz der Bomber, der eine Bombardierung von Zielen aus einer großen Höhe und mit einer hohen Geschwindigkeit darstellt, ist kaum dazu geeignet, vorrückende Feinde präzise zu treffen.

Die Verlegung der Bomber kann also einerseits als Drohung, andererseits aber auch als Vorbereitung für einen Angriff gedeutet werden.





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