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Der Knick(s)-Kanzler
28.02.2004









Da der Eroberungsfeldzug der USA im Irak mittlerweile fast ein Jahr zurückliegt - ganz im Gegensatz zur anschließenden Besetzung, die bis heute andauert - war der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder offensichtlich der Ansicht, daß es nun an der Zeit für eine "Normalisierung der Beziehungen" mit den Vereinigten Staaten wäre.

Die USA halten den durch einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg besetzten Irak immer noch in ihrer Gewalt, weiterhin sterben Zivilisten durch die Waffen der Besatzer - ihre Zahl hat mittlerweile die 10.000 überschritten - weiterhin werden tausende Iraker gefangengehalten, ohne daß ihnen der Prozeß gemacht würde, weiterhin werden hunderte Menschen - wiederum völkerrechtswidrig - auf Kuba gefangengehalten, es wurde bereits angekündigt, den Willen des irakischen Volks ignorieren zu wollen, sollte dieser nicht mit den Vorstellungen der USA übereinstimmen und selbst die Stromversorgung ist immer noch äußerst mangelhaft.

"Wir können in vielen Bereichen zusammenarbeiten", so Bush bei der dem Gespräch mit Schröder folgenden Pressekonferenz.

Und Schröder wollte nicht über die "Vergangenheit, sondern über die Gegenwart und die Zukunft" sprechen. Für diese "Zukunft" schlossen Schröder und Bush "ein deutsch-amerikanisches Bündnis für das 21. Jahrhundert". Eine "Agenda für gemeinsames Handeln" sieht dabei unter anderem auch die Zusammenarbeit im Irak vor.

Die Zeit, als der amerikanische Angriffskrieg negativ zu bewerten war, ist also offenbar vorbei, nun gilt es "nach vorn zu blicken", vermutlich in der Hoffnung, zumindest eine Brosamen vom großen Kuchen des irakischen "Wiederaufbaus" - hier sei nochmals an die nach fast einem Jahr der Besatzung immer noch nicht wieder hergestellte Stromversorgung erinnert - aufklauben zu dürfen.

Und das geht nun mal am Besten auf den Knien.





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