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Ganz sicher live
27.02.2004









Nachdem als Folge des Brust-"Skandals" während der Übertragung des Super Bowls im amerikanischen Fernsehen bereits die Grammy-Verleihung um 5 Minuten zeitversetzt ausgestrahlt wurde, um so "unliebsame Überraschungen" ausfiltern zu können, wird dieses Schicksal nun auch die morgige Ausstrahlung der Oscar-Verleihung ereilen.

Nach Angaben der Sprecherin des Senders ABC, Sue Binford, hat dies allerdings nichts mit Janet Jacksons Auftritt zu tun. "Wir glauben, es ist schlau, wir glauben, es ist verantwortungsbewußt", sagte sie.

Quellen innerhalb der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences, die für die Oscar-Verleihung verantwortlich ist, gaben deutliche Hinweise, daß diese Aussage den Tatsachen entsprechen könnte und es hier tatsächlich um noch wesentlich tiefgreifendere Zensurbestrebungen geht. Die Quellen zeigten sich nicht überrascht über die Bestrebungen des Senders, die Verleihung zeitversetzt auszustrahlen, um "schurkische Vorfälle oder Kommentare" ausfiltern zu können.

"Die Leute scheinen heutzutage geschwätziger zu sein", so eine Quelle.

Im vergangenen Jahr hatte die Dankesrede des Regisseurs Michael Moore, bei der er den amerikanischen Präsidenten George W. Bush stark kritisierte, für schwere Irritationen gesorgt.

Auch wenn nach offiziellen Angaben des Senders ABC "politische Aussagen" nicht im Rahmen der zeitversetzten Ausstrahlung zensiert werden sollen, so ist doch davon auszugehen, daß in diesem Jahr durch diese nur-fast-live-Ausstrahlung eben doch sichergestellt werden soll, daß sich etwas derartiges nicht wiederholen kann.

Unabhängig davon, ob hier nun tatsächlich solche politischen Aussagen oder wie behauptet "anstößige" Worte oder Bilder ausgeblendet werden sollen, so ist der Vorgang an sich doch bemerkenswert - auch wenn dies mittlerweile im amerikanischen Fernsehen üblich ist, ergreift ein privates Unternehmen, ein Fernsehsender, hier doch Maßnahmen, um die Zuschauer vor Worten oder Bildern zu "schützen", gegen die keine rechtlichen Vorbehalte existieren - zumindest bisher nicht.





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