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Demonstrationen in Spanien
15.02.2004









Am Sonntag haben Menschen in mehreren Städten Spaniens gegen die Unterstützung der USA bei der Invasion und der Besetzung des Iraks durch Spanien demonstriert.

Die größte Demonstration fand in Madrid statt, wo nach Schätzungen der Polizei über 10.000 Menschen protestierten. Die Veranstalter schätzten die Zahl der Teilnehmer allerdings auf über 100.000 Menschen. Dabei wurden Rufe wie "Wo sind die Waffen? Sie sind in den USA!" und "Der Volksbund, eine kriminelle Partei!" laut. Die "Partido Popular" (PP) - "Partei des Volkes" - ist die Partei des spanischen Premierministers José María Aznar López.

Kleinere Demonstrationen fanden in Barcelona und Valencia statt.

"Wir hatten vor einem Jahr Recht", sagte der Anführer der Vereinigten Linken, Gaspar Llamazares, bezugnehmend auf die immer klareren Beweise für das Nichtvorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak. "Es gab keine Waffen, aber es gibt viele Lügen", sagte er.

Der Gegenkandidat der Sozialistischen Partei in den am 14. März kommenden Wahlen, José Luis Rodriguez Zapatero, hat bereits angekündigt, daß er im Falle eines Wahlsieges die spanischen Soldaten aus dem Irak abziehen würde.

Der Zeitpunkt der Demonstrationen wurde so gewählt, daß er mit den ersten Antikriegsdemonstrationen vom vergangenen Jahr übereinstimmte. Aznar selbst kandidiert zwar nicht nochmals für das Amt des Premierministers, der Kandidat der PP, Mariano Rajoy, plant aber keinen Abzug der Soldaten.Mariano Rajoy




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