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Kriegsgegner sind verdächtig
07.02.2004









AP berichtete am Samstag, daß ein amerikanisches Gericht zum ersten Mal seit Jahrzehnten zur Herausgabe von Informationen über Kriegsgegner aufgefordert hat.

Einem Gerichtsbeschluß zufolge haben 4 Teilnehmer eines Friedensforums vom 15. November 2003 an der Drake University im US-Bundesstaat Iowa Vorladungen vor ein Geschworenengericht erhalten.

Die Vorgeladenen sind der Führer des Catholic Peace Ministry, der frühere Organisator des Iowa Peace Network, ein Mitglied des Catholic Worker House und eine Kriegsgegner, der im Jahr 2002 den Irak besucht hat.

"Das ist genau das, was die Menschen befürchtet haben", sagte Brian Terrell, einer der Vorgeladenen. "Die bürgerlichen Freiheiten eines jeden in diesem Land sind in Gefahr. Wie wir das hier in Iowa behandeln ist entscheidend dafür, wie die Dinge in diesem Land in Zukunft geschehen werden."

Die Vorgeladenen glauben, daß die Ankläger versuchen, sie in Verbindung mit einem Vorfall während einer am darauf folgenden Tag stattgefundenen Demonstration zu bringen. Eine Angestellte der Bücherei des Grinnell College ist einer Ordnungwidrigkeit beschuldigt worden - während sie sich als unschuldig bezeichnet - weil sie einen Beamten angegriffen haben soll, was sie bestreitet.

Einer AP vorliegenden Kopie der Vorladung zufolge wurden Akten über den Antrag auf einen Besprechungsraum, "alle Dokumente, die Aufschluß über den Zweck und geplanten Teilnehmer des Treffens geben und alle Dokumente oder Aufzeichnungen, die Personen identifizieren können, die tatsächlich an dem Treffen teilgenommen haben" angefordert.

Außerdem wurden sämtliche Sicherheitsakten hinsichtlich "Beobachtungen, die bezüglich des Treffens vom 15. November 2003 gemacht wurden, einschließlich aller Daten über führende Personen des Treffens und aller Teilnehmer des Treffens" angefordert.

Nach Informationen einer Person, die Einblick in die Untersuchung hat, hat ein Richter angeordnet, daß Angehörige der Schule nicht über die Vorladung sprechen dürfen. Tatsächlich haben sich mehrere Angestellte der Schule, einschließlich der Sprecherin Andrea McDonough und dem die Schule vertretenden Anwalt Steve Serck, geweigert, einen Kommentar abzugeben.





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