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"viele gute Ziele im Irak"
20.03.2004









Eine AP-Meldung vom Samstag zeigt ein weiteres Mal, daß der Angriff auf den Irak schon seit Jahren geplant gewesen war.

Wie Richard A. Clarke, der zur Zeit der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA "Koordinator für Terrorbekämpfung" im Weißen Haus war und seit Anfang 2003 in Pension ist, nachdem er 30 Jahre lang für die US-Regierung gearbeitet hat, in seinem in Kürze erscheinenden Buch "Against All Enemies" ("Gegen alle Feinde") schreibt, wollte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld den Irak unmittelbar nach den Anschlägen Angreifen.

In dem Buch erinnert Clarke sich an ein Treffen höchstrangiger Mitglieder der US-Regierung, das einen Tag nach den Anschlägen stattgefunden hat und in dem die Reaktion der USA besprochen wurde.

"Rumsfeld sagte, wir müßten den Irak bombardieren", so Clarke. "Wir alle sagte 'Aber nein, nein, Al-Qaida ist in Afghanistan.'"

Rumsfeld sagte daraufhin, daß es "in Afghanistan keine guten Ziele gibt und es im Irak viele gute Ziele gibt", berichtet Clarke.

Clarke vermutete in einem Interview des Senders CBS, daß die Regierung versuchte, eine Verbindung zwischen dem Irak und den Anschlägen herzustellen, da sie schon länger daran interessiert war, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu stürzen.

"Ich denke, sie wollten glauben, daß es eine Verbindung" zwischen dem Irak und den Anschlägen gab, so Clarke in einem vorab ausgestrahlten Teil des Interviews, das am Sonntagabend in der Sendung "60 Minutes" gesendet werden soll. "Es gibt aber einfach keine Verbindung. Es gibt absolut keine Beweise dafür, daß der Irak Al-Qaida unterstützt hat."

Die Aussage Clarkes ist hier ein schwerwiegender Beweis für die frühzeitigen Kriegpläne der USA, da er selbst dabei war, als dieses Gespräch stattfand.

Offenbar wurden von der US-Regierung schon seit Jahren Kriegsgründe für den Angriff auf den Irak gesucht.





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