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Die verschwiegenen Toten
23.03.2004








Widersprüchliche Meldungen der USA und weitere Fakten erwecken immer wieder den Verdacht, daß die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten weitaus höher ist, als dies offiziell zugegeben wird. Diese offizielle Zahl liegt derzeit bei 585 US-Soldaten.

Die Zahl der getöteten Zivilisten liegt mittlerweile bei über 10.000 - das US-Militär zählt diese Opfer eigenen Angaben zufolge nicht.

Die Zahl der Todesopfer in einer weiteren Gruppe ist allerdings praktisch - und für die USA praktischerweise - völlig unbekannt: die Anzahl von getöteten Mitarbeitern von im Irak tätigen privaten "Sicherheitsunternehmen".

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres überstieg ihre Zahl mit geschätzten 10.000 die Zahl der im Irak stationierten britischen Soldaten.

Da es sich hier nach Ansicht der US-Regierung ausschließlich um private Unternehmen handelt - auch wenn beispielsweise die britische Global Risk mit der Sicherheit der US-Verwaltung in Baghdad beauftragt wurde und DynCorp die irakische Polizei ausbildet - werden von offizieller Seite keinerlei Zahlen über getötete oder verletzte "Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen" - eine kürzere Bezeichnung wäre hier sicherlich "Söldner" - veröffentlicht.

Daß diese sehr wohl auch zum Ziel von Angriffen werden, läßt ein Artikel (kostenlose Registrierung notwendig) auf Fijilive zumindest vermuten. Demnach sind 15 ehemalige Soldaten, die bei Global Risk angestellt waren, und in der südirakischen Hafenstadt Umm Qasr arbeiteten, seit einer Woche "verschwunden". Nach Aussage von Oberst Sakiusa Raivoce, dem Leiter der Global Risk-Niederlassung in Fiji, haben die 15 Angestellten ihre Arbeitsplätze verlassen, um bei einem amerikanischen Sicherheitsunternehmen in Kuwait Arbeit zu bekommen.

Allerdings haben sie nicht vorher gekündigt und seitdem sie "gegangen" sind, gibt es keine Spur mehr von ihnen. Angesichts der Tatsache, daß die Global Risk-Niederlassung in Fiji anscheinend alles andere als großzügig bezahlt, mag es auf den ersten Blick durchaus plausibel klingen, daß sich die Angestellten nach anderen Arbeitgebern umsehen.

Andererseits scheint es zumindest eigenartig, daß sie kommentarlos und ohne zu kündigen gegangen sind und auch jeglichen Kontakt zu ihren Angehörigen abgebrochen haben. Außerdem werden bisher ihre Namen zurückgehalten, bis "alle Familienmitglieder in Fiji benachrichtigt worden" sind, eine Maßnahme, wie sie vor allem bei getöteten Soldaten üblich ist.

Der Verdacht, daß hier in Wahrheit ein schwerer Angriff auf die Einheit vertuscht werden soll und die Angestellten dann erst später "auf dem Weg nach Kuwait" getötet worden sein sollen, ist sicherlich naheliegend.





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