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20 tote Iraker und ein lebender Hund
24.03.2004








Bei mehreren Angriffen sind im Irak AP-Berichten zufolge am Dienstag und Mittwoch insgesamt mindestens 20 Iraker getötet worden.

Am Dienstag wurde ein Kleinbus auf dem Weg von Musayeb nach Hillah durch ein sich auf der Straße quer stellendes Fahrzeug angehalten. Danach wurde der Kleinbus von Kugeln der Angreifer durchsiebt. In dem Fahrzeug starben 9 Polizeirekruten und 2 weitere wurden verletzt.

In Kirkuk wurden 2 weitere Polizisten - Zwillingsbrüder - erschossen und 2 weitere verletzt.

In Mosul wurde eine Kaserne des "Iraqi Civil Defence Corps" (ICDC, "Irakisches Zivilverteidigungskorps") von Mörsergranaten getroffen. Hier starben den offiziellen Angaben zufolge 2 Zivilisten und 6 wurden verwundet.

Ebenfalls am Dienstag die größte Ölpipeline zum Persischen Golf unterbrochen und geriet "später" in Brand. Abed Ali Fhadil, Bürgermeister der Stadt Faw, in deren Nähe die Pipeline zerstört wurde, zeigte sich überzeugt, daß es sich ausschließlich um einen "Unfall aufgrund schlechter Wartung" handelte.

Am Mittwoch wurde der Polizeichef des Kreises Jalf al-Sakhr inder Provinz Babil auf dem Weg zur Arbeit erschossen.

Am Ostrand Baghdads wurden 3 Zivilisten - ein drei Jahre alter Junge, seine Großmutter und ein weiterer Angehöriger - getötet als ihr Fahrzeug, vermutlich durch eine Mine, zerstört wurde. Hier wurden 6 weitere Menschen verletzt.

3 weitere Zivilisten wurden getötet, nachdem eine US-Patrouille in der Stadt Fallujah, 50 Kilometer westlich Baghdads, am frühen Mittwochmorgen von Widerstandskämpfern angegriffen wurde. Anscheinend hatten die US-Soldaten, wie dies bei Angriffen üblich ist, auf alles geschossen, was sich in der Nähe bewegte, nachdem sie unter Beschuß gekommen waren. AP-Aufnahmen zeigten zwei ausgebrannte zivile Fahrzeuge und Einschußlöcher in Wänden. 3 weitere Zivilisten als auch 2 US-Soldaten wurden hier verletzt.

All diese Toten scheinen aber angesichts der "Demokratisierung" des Iraks unwichtig. So zeigte sich der US-Verwalter des Iraks, Paul Bremer, bei einer Ansprache begeistert über die bisher erzielten "Fortschritte".

Und auch die deutschen Medien halten 20 getötete Menschen - zumindest, wenn es Iraker sind - offensichtlich nicht mehr für erwähnenswert. So zog es beispielsweise der Spiegel vor, einen Artikel mit dem Titel "Irakische Untergrundkämpfer wollten Heldenhund töten" zu veröffentlichen. Unter Berufung auf die britische Sun wird dort berichtet, daß ein Waffensuchhund der britischen Armee von einem Auto angefahren worden ist - das britische Militär zeigte sich überzeugt, daß es sich um ein "Attentat" gehandelt habe - es ihm aber mittlerweile schon wieder gut geht.





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