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Aristide entführt
08.03.2004









Eine AP-Meldung vom Montag läßt kaum noch Zweifel daran, daß der haitianische Präsident Jean-Bertrand Aristide nicht freiwillig sein Land verlassen hat.

Bei einer Pressekonferenz übergab Aristides Ehefrau Mildred eine kleine Karte an den Außenminister der Zentralafrikanischen Republik, Charles Wenezoui.

Dieser verlas daraufhin eine zweizeilige Erklärung, die von Aristide stammen soll. Aristide selbst war bei der Pressekonferenz nicht anwesend.

"Geehrte Journalisten, zu einer günstigen Zeit werde ich die Möglichkeit haben... auf Ihre Fragen zu antworten", so die Erklärung. "Man paßt sehr gut auf uns auf."

Aristides Frau sagte die ganze Pressekonferenz über kein Wort und reagierte auch auf Fragen der Reporter nur mit Gesten.

Auf die Frage von Journalisten, ob es ihrem Mann gut ginge, nickte Mildred Aristide.

Die Frage, ob sie und ihr Mann Gefangene seien, beantwortete sie mit einem Seufzen.

Vor der Pressekonferenz hatten mit AK-47 Sturmgewehren und zusätzlichen Magazinen bewaffnete Sicherheitskräfte des Landes den anwesenden Pressephotographen und Kamerateams verboten, Aufnahmen zu machen.

Aristides verlesene Erklärung als auch die Reaktion seiner Frau, ob sie Gefangene seien, deuten sehr stark darauf hin, daß beide gegen ihren Willen festgehalten werden. Auch die offenen Drohungen gegen die Pressevertreter verstärken diesen Eindruck.





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