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Aristide will Frankreich verklagen
10.03.2004









Einer AFP-Meldung vom Mittwoch zufolge plant der Präsident von Haiti, Jean-Bertrand Aristide, Frankreich zu verklagen, da der französische Botschafter in Haiti bei seiner Entführung geholfen habe.

"Die Regierung von [US-Präsident George W.] Bush wollte Aristide aus Haiti herausholen... und Frankreich hat dabei unter Bedingungen geholfen, die im Widerspruch zu internationalem Recht stehen", sagte der französische Anwalt Gilbert Collard, der mit dem Fall beauftragt wurde.

"Präsident Aristide möchte rechtlich gegen die Person vorgehen, die seine Entführung geschehen ließ - das heißt, den französischen Botschafter in Haiti", so Collard.

Frankreich hatte am Dienstag auf Vorwürfe, das Land wäre am Sturz Aristides, der sich selbst immer noch als Präsident Haitis bezeichnet, beteiligt gewesen, gesagt, er wäre formell im Einklang mit den rechtlich Voraussetzungen Haitis zurückgetreten.

Collard antwortete darauf: "Das Außenministerium sagt uns, daß ein demokratisch gewählter Präsident in einem freien Land jenseits aller verfassungsmäßigen Verfahren, in der Nacht und während er von bewaffneten Männern umringt ist, zurücktreten kann und daß dies ein verfassungsgemäßer Rücktritt sei."

"Ich nenne das eine Entführung", sagte Collard.





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