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Machtübergabe im Irak fällt aus
12.03.2004









Der offiziellen Darstellung der USA zufolge soll die Macht im Irak zum 1. Juli wieder an das irakische Volk übergeben werden.

Dem war zwar allerdings schon in der Vergangenheit zu widersprechen, da die Besatzungsstreitkräfte weiterhin in dem Land bleiben sollten. Außerdem erfolgt die Machtübergabe - so sie denn tatsächlich zum vorgesehenen Zeitpunkt erfolgt - an den irakischen "Regierungsrat", dessen Mitglieder von den USA ausgewählt worden waren.

Eine Meldung des britischen Telegraph vom Donnerstag allerdings zeigt, daß das, was offiziell als "Machtübergabe" bezeichnet wird, bestenfalls als optische Täuschung bezeichnet werden kann.

Demnach werden die USA auch nach der "Übergabe" weiterhin das Oberkommando über die von ihnen neu gegründete irakische Armee behalten.

"Es wird im Sicherheitsbereich keine großen Veränderungen geben", so eine hochrangige britische Quelle. "Es wird ein vereinigtes Oberkommando geben und dieser Kommandeur ist bindend ein Amerikaner."

Eine Regierung als unabhängig zu bezeichnen, deren Land zwar über eine Armee verfügt, diese aber unter dem Oberbefehl eines anderen Landes steht, sie also faktisch keinerlei Möglichkeit hat, sich gegen den Willen dieses anderen Landes zu verteidigen, kann nur als Augenwischerei bezeichnet werden.

Letzten Endes steht den USA hiermit jederzeit die Hintertür offen, eine irakische Regierung, die sich aus welchem Grund auch immer nicht dem Willen der Vereinigten Staaten beugen will, mit Hilfe des "irakischen" Militärs abzusetzen.





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