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"Alles Terroristen!"
07.03.2004









Wie ein Bericht des US-Senders WMBC vom Sonntag belegt, ziehen sich rassistische Denkweisen nicht nur bis in die höchsten Ebenen der amerikanischen Politik, es ist außerdem mittlerweile nicht mehr problematisch, diese Gedanken auch offen auszusprechen.

So sagte Peter King, ein Mitglied des US-Kongresses für die Republikanische Partei, in einer Sendung, daß 85 Prozent der Leiter der Moscheen in den USA in terroristische Aktivitäten verwickelt seien. Außerdem hätten einige von ihnen unverantwortliche Bemerkungen über die Anschläge des 11. September 2001 gemacht, so King.

"Ich sehe keinerlei Veranlassung, hier politisch korrekt zu sein - es steht zu viel auf dem Spiel", sagte er.

Wie King selbst sagt, begründet sich diese Behauptung auf seinen Recherchen für seinen gerade erschienenen Roman "Vale of Tears" ("Tal der Tränen"), der von den Anschlägen handelt.

Tatsächlich beruht seine Behauptung - wiederum nach seiner eigenen Aussage - allein auf der Tatsache, daß Leiter einer Moschee in Westbury im US-Bundesstaat New York eine zionistische Verschwörung hinter den Anschlägen vermutet hatten und nicht mit den Behörden zusammenarbeiten wollten, als diese mögliche terroristische Aktivitäten untersuchen wollten.

Bemerkenswert ist hier vorrangig, daß es anscheinend nicht mehr die politische Karriere gefährdet, derartig eindeutig rassistische Beschuldigungen auszusprechen - noch dazu aufgrund praktisch nicht vorhandener Beweise.

Dies zeigt deutlich, wie weit die moslemsiche Bevölkerung in den USA bereits ausgegrenzt worden ist und wie stark die Angst vor Terroranschlägen das Zusammenleben der amerikanischen Bevölkerung belastet.

Die Tatsache, daß ein solches Pauschalurteil nicht mehr zu einem demokratischen Aufschrei führt - abgesehen von moslemischen Organisationen - läßt Befürchtungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der USA stark anwachsen.





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