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"Nur ein Platzhalter"
14.03.2004









Die Federation of American Scientists (FAS) hat einen nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht (Adobe Acrobat-Datei) des US-Kongresses veröffentlicht, demzufolge für die Entwicklung von bunkerbrechenden Waffen mit Atomsprengköpfen in den nächsten Jahren im US-Haushalt insgesamt 485 Millionen US-Dollar eingeplant sind.

Dies ist deshalb besonders bemerkenswert, weil es der Opposition im vergangenen Jahr gelungen war, eine Regelung durchzubringen, die eine Zustimmung des US-Kongresses erforderlich macht, um bei dem Projekt von der Forschungs- in die Entwicklungsphase überzugehen. Obwohl der US-Kongreß diese Erlaubnis bisher nicht erteilt hat, werden also bereits große Geldsummen für die Entwicklung der Waffen eingeplant.

Den Haushaltsplänen zufolge soll im Jahr 2008 bereits 65 Prozent der Entwicklungsphase abgeschlossen werden. Für dieses Jahr sind 128,4 Millionen US-Dollar eingeplant worden.

Brian Wilkes, ein Sprecher der National Nuclear Security Administration (NNSA, "Nationale Atomsicherheitsbehörde") erklärte die Einplanungen in den Haushalten damit, daß es sich dabei "nur um Platzhalter" handele, da "für alle Eventualitäten" geplant werden müsse. Dies würde aber nicht bedeuten, daß man sich schon für den Bau der Bomben entschieden habe, so Wilkes.

Diese Erklärung kann nur als Versuch der Irreführung betrachtet werden. Würden tatsächlich "alle Eventualitäten" Eingang in die US-Haushaltspläne finden, so wären diese nicht nur um ein vielfaches aufgebläht, sondern aus diesem Grund auch völlig unbrauchbar.

Im allgemeinen könnte zwar vermutet werden, daß hier tatsächlich Gelder für andere Projekte "reserviert" werden soll, die nicht direkt genannt werden sollen, da es sich hierbei aber selbst um ein äußerst kontroverses Projekt handelt, scheint dies kaum wahrscheinlich.

Vielmehr ist davon auszugehen, daß die Positionen in die Haushaltspläne aufgenommen wurden, weil die US-Regierung erwartet, daß der US-Kongreß zukünftig der Entwicklung zustimmen wird.





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