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2. Jahrestag des Massakers von Jenin
04.04.2004








Am 3. April 2002 begann das israelische Militär in das palästinensische Flüchtlingslager in Jenin vorzurücken.

Da sich ihnen palästinensische Kämpfer entgegenstellten, setzte Israel Kampfhubschrauber und mehrere hundert Panzer ein.

Das Lager wurde vom israelischen Militär zu einem "geschlossenen militärischen Gebiet" erklärt, was bedeutete, daß es ein vollständige Ausgangssperre gab und Journalisten, Ärzte und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen der Zutritt komplett verweigert wurde.

In der Zeit bis zu dem Abzug des Militärs am 18. April wurden offiziellen Angaben zufolge mindestens - andere Quellen sprechen von hunderten - 52 Palästinenser, die Hälfte von ihnen vermutlich Zivilisten und 23 israelische Soldaten getötet. Mindestens 150 Häuser wurden zerstört und viele weitere waren einsturzgefährdet, wodurch über 450 Familien obdachlos geworden waren.

Der UN-Sonderbotschafter Terje Roed-Larsen nannte es "moralisch widerwärtig", daß Israel es Mitarbeitern von Hilfsorganisationen 11 Tage lang nicht gestattet hatte, das Lager zu betreten und bezeichnete die Zerstörungen nach einem Besuch des Lagers als "schrecklich jenseits der Vorstellungskraft". "Es ist vollständig zerstört, es sieht aus, als wäre es von einem Erdbeben getroffen worden", sagte er.

Ein Bericht von Amnesty International spricht von "ungesetzlichen Tötungen", dem Benutzen von Zivilisten als "menschliche Schutzschilde" und der Anwendung von Folter durch israelische Soldaten.

"Dies ist eine der schlimmsten Szenen der Verwüstung, die ich je gesehen habe", sagte der AI-Mitarbeiter Javier Zuniga.

Human Rights Watch (HRW) hatte eine Untersuchung gefordert, da die Organisation vermutete, daß es sich bei dem israelischen Vorgehen um Kriegsverbrechen handelte. Zu einer solchen Untersuchung ist es, nicht zuletzt durch die Unterstützung Israels durch den US-Präsidenten George W. Bush in dieser Angelegenheit, nie gekommen.





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