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Die irakische Vereinigung
07.04.2004








Ganz im Gegensatz zu den häufig - vor allem von Seiten der USA - geäußerten Befürchtungen, der Irak könne in "einem Bürgerkrieg versinken", mehren sich die Anzeichen, daß derzeit das Gegenteil eintrifft.

Wie die australische Herald Sun am Mittwoch berichtete, erklären sich zunehmend auch Sunniten mit den shiitischen Widerstandskämpfern von Muqtada al-Sadr solidarisch.

In der Stadt Adhamiyah sagten die sunnitischen Anwohner, sie wären jetzt vereint gegen die amerikanischen Invasoren.

"Wir sind nun, angesichts dessen, was gestern und in den Tagen davor in Najaf und Sadr City passiert ist, ein vereintes moslemisches Volk", sagte Nabil El Adami.

Bewohner der Region al-Anbar, in der auch die Stadt Fallujah liegt, sandten ein Schreiben an al-Sadr, in dem stand: "Wir stehen alle hinter Muqtada al-Sadr, wir sind an seiner Seite, weil er das irakische Volk erweckt hat, um das Land von den ungläubigen Invasoren zu befreien."

Eine Abordnung von 150 sunnitischen Bewohnern Baghdads haben in der Nacht Anhängern von al-Sadr ihre Unterstützung angeboten.

Scheich Raed al-Kazami, Leiter des Büros al-Sadr in Kazimiyah, sagte, daß Sunniten aus Adhamiyah, aber auch aus Ramadi, Fallujah und sogar Bewohner der nordirakischen Stadt Mosul ihre Unterstützung angeboten haben. Einige Sunniten haben ihm zufolge sogar angeboten, der al-Mahdi-Armee beizutreten.

Zu einer derartigen Vereinigung der unterschiedlichen Gruppen im Irak ist es 1920, damals gegen die britischen Besatzer, schon einmal gekommen.

Damals gelang der britischen Armee die Niederschlagung nur durch die Anwendung brutalster Gewalt, einschließlich der Anwendung von Giftgas und der vollständigen Vernichtung ganzer Dörfer durch Bombardements. Dies geschah unter dem Befehl von Arthur Harris, der diese "Strategie" später im 2. Weltkrieg auch gegen Hamburg und Dresden einsetzte.

Sollte sich die Entwicklung des Zusammenschlusses des Widerstands im Irak tatsächlich fortsetzen, so ist zu befürchten, daß sich die Geschichte wiederholt, da kaum davon auszugehen ist, daß die USA kurzfristig aus dem Irak abziehen würden.





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