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"Am Rande des Atomkriegs"
10.04.2004








Wie AFP am Freitag berichtete, beschuldigt Nordkorea die USA, durch ihr Verhalten hinsichtlich der Frage des nordkoreanischen Atomprogramms die Lage bis an den Rand eines Atomkriegs verschärft zu haben.

So berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, daß Washington durch Pläne für "Präventivschläge" gegen Nordkorea "die Situation auf der nordkoreanischen Halbinsel bis an den Rand eines Atomkriegs gebracht" habe.

Der US-Vizepräsident Richard "Dick" Cheney wird am Samstag in Tokio als seiner ersten Station einer Rundreise in Asien erwartet. Hierbei wird es voraussichtlich in der Hauptsache um die Streitigkeiten mit Nordkorea gehen.

Bezugnehmend auf die Verhandlungen mit den USA im Februar, bei denen auch Südkorea, Japan, Rußland und China beteiligt waren, schrieb KCNA: "Es ist eine wohl bekannte Tatsache, daß die im Februar abgehaltenen sechsseitigen Verhandlungen sich aufgrund der Forderung der USA, daß die DPRK [Demokratische Volksrepublik Nordkorea] zuerst ihr Atomprogramm auflöst, als fruchtlos erwiesen haben."

In einem Kommentar schrieb KCNA, daß Nordkorea keine Wahl bleibt, als angesichts der amerikanischen Unnachgiebigkeit und den Vorbereitungen der USA "die Strategie von präventiven Atomangriffen in die Praxis umzusetzen" ihre eigenes Atomwaffenprogramm weiter voranzutreiben.

Hier zeigt sich einmal mehr, daß der von den USA ausgeübte Druck, gepaart mit Fallbeispielen wie der Eroberung und Besetzung des Iraks, leicht eine entgegensetzte als die geplante Wirkung entfalten kann. Allerdings ist auch nicht völlig auszuschliessen, daß es sich hier weiterhin nur um eine Finte Nordkoreas handelt, um die USA davon zu überzeugen, daß das Land Atomwaffen besitzt, obwohl dies nicht den Tatsachen entspricht.





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