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Pressefreiheit nein Danke!
11.04.2004








Ein Bericht des Boston Globe zeigt deutlich, daß die vorgeblich in der amerikanischen Verfassung verbrieften unerschütterlichen Rechte der US-Bürger nicht nur auf tönernen Füßen stehen, sondern in Wahrheit praktisch nicht vorhanden sind, da sie der Willkür einzelner Personen unterworfen sind.

So ist es bei einer öffentlichen Veranstaltung in einer Schule in der Stadt Hattiesburg im US-Bundesstaat Mississippi am vergangenen Mittwoch zu einem bemerkenswerten Vorfall gekommen.

Offenbar auf Weisung des Sprechers forderte Melanie Rube, ein US-Marshal, von zwei auf Einladung anwesenden Journalisten ihre Tonbandaufzeichnungen der Rede und löschte diese. Schon als der Redner den Raum betrat forderte ein weiterer US-Marshal einen Fernsehreporter auf, seine Aufzeichnung zu beenden.

In der Rede ging es ironischerweise um die Wichtigkeit der amerikanischen Verfassung.

"Die Verfassung schützt die Rechte aller", so der Redner nach Aussage eines Journalisten.

Der Sprecher, der hier unbedingt verhindern wollte, daß seine Worte aufgezeichnet werden und deshalb die Pressefreiheit und eben diese amerikanische Verfassung ignorierte, war Antonin Scalia, Richter am Obersten Gerichtshof der USA.

Die Tatsache, daß ein Mensch in seiner Position derart grundlegende Rechte wie die Pressefreiheit einschränkt, weil er grundsätzlich Aufzeichnungen seiner Reden ablehnt, zeigt überdeutlich, inwieweit sich die Menschen in den USA noch darauf verlassen können, daß ihnen ihre Verfassung "unabänderliche Rechte" zubilligt, nämlich gar nicht.




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