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Die nächste Belagerung kommt
13.04.2004








Wie AP am Dienstag berichtete, haben die USA 2.500 US-Soldaten am Rande der irakischen Stadt Najaf zusammengezogen.

Der shiitische Geistliche Muqtada al-Sadr, den das US-Militär "töten oder gefangennehmen" soll, hält sich in der heiligen Stadt auf.

Einheiten haben dem Bericht zufolge bereits die Ausfallstraßen abgesperrt um so zu verhindern, daß Mitglieder der al-Mahdi-Armee die Stadt verlassen - angesichts der offensichtlichen Bedrohung al-Sadrs scheint dieses aber ohnehin äußerst unwahrscheinlich.

Nicht zuletzt durch die Garantie der Sicherheit al-Sadrs durch andere hohe shiitische Geistliche wird den US-Soldaten kaum eine andere Wahl bleiben, als auch diese Stadt anzugreifen, wenn sie ihn tatsächlich um jeden Preis in ihre Gewalt bringen oder töten wollen.

Sollte es allerdings tatsächlich in Najaf zu einer Wiederholung des rücksichtslosen amerikanischen Vorgehens in Fallujah kommen, so wäre dies aller Wahrscheinlichkeit nach der Funke, der den Irak endgültig in Brand setzt.

Dies ist anscheinend sogar dem US-Militär selbst klar. So sagte Oberst Dana J.H. Pittard, der Kommandeur der Streitkräfte, daß seinen Soldaten klar sei, daß "ein einziger Schuß in Najaf" die Empörung der shiitischen Mehrheit nach sich ziehen könnte und empfahl den Soldaten vor dem Einsatz, die Stadt "als den shiitischen Vatikan" zu betrachten.

Da sich die Führung des US-Militärs aber weder von anderen shiitischen heiligen Stätten wie beispielsweise der Stadt Kerbala noch von hunderten getöteten Zivilisten wie in Fallujah von ihren Plänen abbringen läßt ist allerdings davon auszugehen, daß es auch hier zu einer vollständigen Abriegelung und einem darauf folgenden Angriff kommen wird.





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