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Der "ruhige Süden"
25.04.2004








Wie ein Bericht des Scotsman vom Sonntag zeigt, sind die Verluste der britischen Armee im Südirak wesentlich höher als dies bisher allgemein angenommen wird.

Dem Bericht nach, der sich auf Angaben des britischen Verteidigungsministeriums beruft, sind in der Zeit zwischen dem 7. Februar 2003 und dem 31. März dieses Jahres 2.228 verletzte britische Soldaten aus dem Irak evakuiert worden. Hinzu kommen hier also noch jene Soldaten, die zwar verletzt wurden, die aber aufgrund leichterer Verletzungen vor Ort von Militärärzten behandelt werden konnten.

Diese Zahl ist aus mehreren Gründen äußerst aufschlußreich.

Als erstes macht sie überdeutlich, daß die von den USA für die Zeit von Beginn der Invasion bis zum Ende März 2004 genannte Zahl von 3.466 verletzten US-Soldaten wesentlich zu niedrig sein muß. Derzeit befinden sich offiziellen Angaben zufolge 11.000 britische Soldaten im Irak. Auf diese Zahl bezogen beträgt der Anteil der wegen Verletzungen außer Landes geschafften Soldaten über 20 Prozent.

Die Zahl der US-Soldaten im Irak ist zwar deutlichen Schwankungen unterworfen, beispielsweise durch den derzeitigen verlängerten Einsatz von US-Soldaten, deren Ablösung bereits eingetroffen ist, selbst wenn man aber von dem - in jedem Fall zu niedrigen - Wert von 100.000 im Irak eingesetzten US-Soldaten ausginge, so würde dies eine tatsächliche Zahl der Verletzten von 20.000 bedeuten. Würde man von dieser Zahl ausgehend von einem gleichbleibenden Verhältnis zwischen verletzten und getöteten Soldaten ausgehen, so würde dies auf 4.143 getötete US-Soldaten schließen lassen. Dies kann also als weiterer Beleg dafür gelten, daß die Zahl der Verluste - sowohl an Verletzten als auch an Toten - der USA wesentlich höher liegt, als offiziell zugegeben wird.

Zweitens lassen die Zahlen des britischen Verteidigungsministeriums vermuten, daß die Zahl der getöteten britischen Soldaten weitaus höher ist, als dies bisher zugegeben wurde. Es ist kaum anzunehmen, daß das Verhältnis von getöteten zu verletzten Soldaten zwischen den von den USA und von Großbritannien besetzten Gebieten derart stark abweicht, wie dies durch die Angaben behauptet wird. Würde man hier nur das von den USA offiziell angegebene Verhältnis zugrunde legen, so würde dies auf 270 getötete britische Soldaten schließen lassen.

Geht man nun davon aus, daß die Zahl der getöteten US-Soldaten wesentlich höher ist, als dies offiziell zugegeben wird, so würde dies bedeuten, daß auch die Zahl der getöteten britischen Soldaten noch höher ist, als dies gemäß der obigen Rechnung schon der Fall ist.

Gleichgültig, ob das Verhältnis der Verluste tatsächlich derart identisch zu übertragen ist - was angesichts der Tatsache, daß Großbritannien langjährige Erfahrungen im Guerillakampf hat, so zeigt sich hier doch ein weiteres Mal, daß die wahren Verluste der "Koalition" deutlich oberhalb der offiziellen Zahlen liegen.





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