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Schwere Explosion in Baghdad
26.04.2004








Wie AP berichtete, ist es am Montag in Baghdad zu einer schweren Explosion gekommen, als US-Soldaten ein Gebäude im Stadtteil Waziriya durchsuchen wollten, von dem sie annahmen, daß dort "chemische Kampfmittel" für den Widerstand hergestellt wurden. Anwohner andererseits sagten, daß dort Parfüm hergestellt wurde.

Brigadegeneral Mark Kimmit wollte nicht genauer ausführen, um welche Art Chemikalien es sich dabei nach Ansicht des US-Militärs gehandelt haben soll. Seiner Aussage nach kann "chemische Kampfmittel sehr viele unterschiedliche Dinge bedeuten", unter anderem auch Rauchbomben. Nach der Explosion wurden aber keinerlei Schutzmaßnahmen gegen Chemikalien ergriffen.

Bei der Explosion, die sich kurz nachdem die Soldaten das Gebäude gestürmt hatten ereignete, wurden offiziellen US-Angaben zufolge 2 US-Soldaten getötet und 5 weitere verletzt. Außerdem wurden mehrere Bewohner des Hauses verletzt, so daß auszuschließen sein dürfte, daß es sich um einen geplanten Hinterhalt gehandelt hat. Das Gebäude selbst wurde dabei ebenso zerstört wie 4 vor dem Haus stehende Humvees des US-Militärs.

Gegenüber dem arabischen Sender Al-Jazeera sagte ein irakischer Polizist, der seinen Namen nicht nennen wollte, daß er gesehen hat, daß in "jedem dieser Fahrzeuge 3 US-Soldaten verletzt oder getötet worden sind". Ein weiterer Augenzeuge, Imad Hashim, sagte, daß er von der Druckwelle zu Boden geworfen wurde. Er befand sich zu dem Zeitpunkt 100 Meter von dem Gebäude entfernt.

Wie Reuters berichtete, handelte es sich bei den Insassen der Humvees anscheinend um Mitglieder der "Iraq Survey Group" (ISG), die von den USA für die Suche nach "Massenvernichtungswaffen" im Irak eingerichtet wurde. Demnach zeigten Anwohner einem Reuters-Reporter Ausweise von Angehörigen der ISG. Nach ihrer Aussage fanden sie diese, nachdem die Opfer von US-Soldaten evakuiert worden waren.

Zwar ist es angesichts der Wucht der Explosion mehr als fraglich, daß tatsächlich nur 2 US-Soldaten getötet worden sind - Augenzeugen berichteten, daß etwa 12 Soldaten in das Gebäude eingedrungen waren - wenn es sich bei den Fahrzeuginsassen tatsächlich um ISG-Mitglieder gehandelt haben sollte, so würde dies allerdings erklären, warum diese Opfer nicht Erwähnung finden, da das US-Militär nur Opfer meldet, die Angehörige des Militärs sind.





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