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Tödlicher Terrorschwindel in Mazedonien
01.05.2004








Im März 2002 berichtete die Regierung Mazedoniens, bei einem Feuergefecht mit Polizisten seien 7 aus Pakistan eingereiste, schwer bewaffnete Terroristen getötet worden.

Damals wurde vermutet, daß die Pakistanis, bei denen nach Darstellung der Regierung unter anderem Maschinengewehre und Raketenwerfer gefunden worden waren, Anschläge in dem Land geplant hatten.

Der damalige Innenminister des Landes, Ljube Boskovski, erklärte, daß das Innenministerium zwei Wochen zuvor Hinweise auf geplante Anschläge "auf diplomatische Einrichtungen, höchstwahrscheinlich der USA, Deutschlands, Großbritanniens oder anderer Länder der globalen Anti-Terror-Koalition" erhalten habe, woraufhin es zu vermehrten Patrouillen der Polizei gekommen sei. Als hierbei die Getöteten kontrolliert werden sollten, hätten diese das Feuer eröffnet.

So weit die offizielle Darstellung der Ereignisse, die zum Tod der 7 Menschen geführt hatten, vor zwei Jahren.

Mittlerweile mußten die mazedonischen Behörden zugeben, daß es sich bei den Getöteten nicht um Anschläge planende Terroristen sondern vielmehr um "illegale" Einwanderer, wie die britische BBC am Freitag berichtete.

Wie die Polizeisprecherin Mirjana Konteska gegenüber AP sagte, waren die Ermordeten mit Versprechen nach Mazedonien gelockt worden, daß sie nach Westeuropa gebracht werden würden.

Dann wurden sie ins Gebiet von Rastanski Lozja, 5 Kilometer nördlich der Hauptstadt Skopje, gebracht, wo sie dann von Polizisten umzingelt und erschossen wurden.

"Sie haben ihre Leben in einem inszenierten Mord verloren", sagte sie.

Es scheint also, als wären die Opfer nicht nur von den Polizisten ermordet worden, sondern außerdem hierfür gezielt "importiert" worden.

Bisher werden 4 Offiziere der Morde beschuldigt, außerdem hat die Staatsanwaltschaft die Aufhebung von Boskovskis Immunität beim mazedonischen Parlament beantragt.

Es scheint äußerst unwahrscheinlich, daß einige Polizisten eine derartige Aktion auf eigene Faust planen und durchführen. Nicht nur, daß der mögliche "Gewinn" - Belobigungen und Beförderungen - in keinem Verhältnis zum möglichen "Verlust" - die Höchststrafe, der sie sich nun gegenüber sehen ist lebenslängliche Haft - steht, die nötigen Organisationsarbeiten gehen auch weit über das hinaus, was Polizisten möglich sein dürfte. Sowohl die "Anwerbung" der Opfer in Pakistan und deren Transport nach Mazedonien über eine Entfernung von mehr als 4.000 Kilometern als auch die Beschaffung der bei den Ermordeten "gefundenen" schweren Waffen - jeweils mit der damit verbundenen Gefahr der Entdeckung und den entstehenden Kosten - macht einen Alleingang "auf eigene Rechnung" mehr als unglaubwürdig.

Was hier passiert ist, ist genau das Szenario, von dem "Verschwörungstheoretiker" immer wieder sprechen und wegen dem sie immer wieder als "Spinner" bezeichnet werden: die gezielte Ermordung von Menschen durch staatliche Stellen um so eine Terrorgefahr "simulieren" zu können.





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