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Ein weiteres Mal Al-Qaida?
11.05.2004








Am Dienstag berichteten alle Medien ausführlich über Nick Berg, der angeblich im Irak von einer Al-Qaida "nahestehenden Gruppe" enthauptet worden ist.

Als Beleg hierfür wurde auf der nicht genannten Website der Gruppe ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung zeigen soll. Darauf ist zu sehen, wie ein Mann ein Messer zieht und unter ständigen Rufen von "Allahu Akhbar" ("Gott ist größer") einem Mann in einem orangefarbenen Overall den Kopf mit einem Messer abtrennt.

Die Tatsache, daß dieses Video ausgerechnet zu dem Zeitpunkt veröffentlicht wird, da die US-Besatzer im Irak durch immer neue Belege von Folterungen unter Druck geraten ist mitnichten der einzige Punkt, der hier Zweifel weckt, ebenso wenig wie die Tatsache, daß der Islam ein solches Verbrechen verbietet, was eine derartige Tat durch "fanatische Gotteskrieger" allein schon sehr unwahrscheinlich erscheinen läßt.

Betrachtet man das Video, so fühlt man sich fast zwangsläufig an billige Horrorfilme erinnert, insbesondere das Opfer wird während der Tat selbst äußerst bewegungslos und wirkt eher wie eine Puppe.

Vergleicht man eine von CBS veröffentliche Aufnahme Bergs mit einer Aufnahme aus dem Video, so fällt auf, daß Berg schon in der Vergangenheit - das Bild stammt aus einem Familienalbum und wurde zu einem nicht genannten Zeitpunkt vor seiner Abreise in den Irak aufgenommen - deutliche Geheimratsecken hatte. Das Opfer in dem Video hingegen hat einen eindeutig vollständigen Haarwuchs.



Bevor die Veröffentlichung des Videos am Dienstag bekannt geworden war, hatte AP bereits berichtet, daß Bergs Leiche am Samstag auf einer Überführung in Baghdad gefunden worden war. Nach Angaben des Militärs "wies sein Körper Zeichen von Verletzungen auf" - eine Formulierung, die einer geköpften Leiche kaum gerecht werden dürfte.

Nach Angaben seiner Familie war Berg seit dem 9. April verschwunden. Zuvor war er im Irak zwei Wochen vom FBI festgehalten und verhört worden um seine "Absichten im Irak zu überprüfen". Nach seiner Freilassung hatte er seiner Familie mitgeteilt, daß er nach Hause zurückkehren wollte. Berichten zufolge war er auf keine Faust in den Irak gegangen um am Wiederaufbau von Sendern mitzuarbeiten.

In dem Video wird einem Bericht des Spiegel zufolge vor der Tat eine Erklärung verlesen, die die Vermutung nahelegt, daß das Opfer von Abu Musab al-Zarqawi, dem angeblichen "zweiten Mann Al-Qaidas" persönlich getötet worden sei.

Hier stellt sich ein weiteres Mal die Frage, wem es derzeit am meisten nützen würde, einen Beleg eines solchen Verbrechens zu veröffentlichen - ganz abgesehen davon, daß es wenig sinnvoll scheint, daß sich die Männer einerseits vermummt haben, andererseits aber der Name des Täters genannt wird.





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