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USA rücken in Najaf vor
14.05.2004








Wie AP aber auch der arabische Sender Al-Jazeera am Freitag berichteten, rücken US-Soldaten immer weiter auf das Zentrum der irakischen Stadt Najaf vor.

Ein Al-Jazeera-Korrespondent berichtete, daß sich in der Nacht zum Freitag sechs US-Panzer auf dem Thawrat al-Eishrin-Platz in der Nähe einer Polizeistation aufgestellt hatten. Am Morgen sind weitere hinzugekommen.

Augenzeugen berichteten von schweren Feuergefechten, weshalb das Gebiet von den Anwohnern mittlerweile verlassen wurde. Drei weitere Panzer wurden auf dem Friedhof der Stadt, ungefähr einen Kilometer vom Schrein des Imam Ali entfernt, gesehen. Dort ist es ebenfalls zu schweren Kämpfen gekommen und schwarzer Rauch stieg von dort aus auf.

Sowohl der Geistliche Muqtada al-Sadr, der Anführer der al-Mahdi-Armee, als auch deren Befehlsstand sollen sich in unmittelbarer Nähe - nur 100 Meter entfernt - von dem Schrein befinden.

Nach Angaben des US-Generalmajors Martin Dempsey, Kommandeur der 1st Armored Division der US-Army, ist derzeit keine Erstürmung des Schreins geplant, um nicht die Bevölkerungsmehrheit der Shiiten gegen sich aufzubringen. Dies schließt aber anscheinend ein weiteres Vorrücken, bei dem eine Beschädigung oder gar die Zerstörung eines der größten shiitischen Heiligtümer immer wahrscheinlicher wird, nicht aus.

Das Vorrücken mit schweren Waffen zeigt deutlich, daß die von ihm genannte Strategie von Abriegelungen und einzelnen Angriffen sich bisher als nicht so effektiv erwiesen hat, wie dies von Seiten des US-Militärs erhofft worden ist.

Allein die Tatsache, daß die Kämpfe mittlerweile in einer Entfernung zum Imam Ali-Schrein durchgeführt werden, die das Risiko birgt, durch ein schlecht gezieltes Projektil einen Aufstand aller Shiiten zu provozieren, belegt, daß die USA offenbar die Geduld verlieren, ihre eigene "Strategie" zu verfolgen.





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