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Weitere Auffälligkeiten des Videos
15.05.2004








Auch nach mehreren Tagen bietet das Video, das angeblich die Enthauptung des Amerikaners Nick Berg zeigt, immer noch neue Erkenntnisse, die zumindest die Fragwürdigkeit des Videos unterstreichen.

Eine genaue Analyse (an dieser Stelle Dank an Marcel für den Hinweis und die Unterstützung) zeigt, daß der im Bild rechtsaußen zu sehende "Bewacher" offenbar im Besitz einer zumindest "ungewöhnlichen" Waffe ist.

Wie die hier gezeigten Bilder aus dem Video mit Vergrößerungen im Vergleich mit dem Bild einer Heckler & Koch MP-53 und anderen Typen zeigen - hier sei insbesondere auf den gesondert markierten "Absatz" am Lauf und die Größe des Magazins hingewiesen - ist die Person im Besitz einer solchen Waffe, die größtenteils nur von Elitetruppen, unter anderem den US-Navy Seals, verwendet wird.

Dies kann selbstverständlich nicht als schlagender Beweis bezeichnet werden, da die Waffe sicherlich auch in die Hände der gezeigten Personen gefallen sein kann, andererseits ist allein die weitere Nutzung zumindest "unpraktisch", da hierfür andere Patronen als für die üblicherweise verwendeten AK-47 benötigt werden.

Wie ABC am Donnerstag berichtete, stützt das CIA seine Feststellung, daß es sich bei dem Mörder um Abu Musab al-Zarqawi handelt, unter anderem auf einen mehrfach zu sehenden goldenen Ring an dessen rechter Hand. Der islamische Glauben hingegen verbietet es Männern, goldenen Schmuck zu tragen. Nun könnte an dieser Stelle argumentiert werden, daß der islamische Glauben wie auch jeder andere das töten von Menschen ebenfalls untersagt, dies kann allerdings sicherlich als weiteres Indiz gewertet werden.

Achtet man bei dem Video auf den Sprecher, so fällt auf, das er den Text anscheinend von links nach rechts vorliest, ganz abgesehen davon, daß er trotz der offensichtlichen "Suche nach dem richtigen Blatt" in der Mitte des Videos nicht ins Stocken gerät und auch ungeachtet der Tatsache, daß er am Ende anscheinend unbeirrt von der Seite abliest, von der er schon zu Beginn des Videos abgelesen hat. Arabisch wird allerdings von rechts nach links gelesen.

Zieht man nun noch die Tatsache hinzu, daß die vermeintlichen Schreie des Opfers zu einem Zeitpunkt zu hören sind, da er noch still vor den "Mördern" sitzt wird mehr und mehr offensichtlich, daß nicht nur das Video geschnitten worden ist, sondern außerdem anscheinend komplett nachvertont wurde. Inwiefern die "Schreie des Opfers" ebenfalls als Beleg hierfür dienen können, die häufig als "hoch wie ein Mädchen" bezeichnet werden, ist allerdings zumindest zweifelhaft, da sich das Opfer - geht man von der Authentizität des Videos aus - in berechtigter Todesangst befunden hat.

Die häufiger auftauchende Behauptung, die Ähnlichkeit des Stuhls, auf dem das gezeigte Opfer anfänglich zu sehen ist, mit Stühlen, die im Gefängnis Abu Ghurayb zu sehen sind, würde auf einen örtlichen Zusammenhang hindeuten ist andererseits sicherlich anzuzweifeln. Ohne eine genaue Erhebung durchgeführt zu haben kann sicherlich gesagt werden, daß jeder zweite Baumarkt in Deutschland ein zumindest optisch sehr ähnliches Modell führt.

Wie ein Islam-Experte gegenüber Freace sagte, ist die Formulierung der schriftlichen Einblendung zu Beginn des Videos andererseits ebenfalls bemerkenswert. Was dort in der Übersetzung "Abu Musab schlachtet einen Amerikaner" heißt, ist bei genauer Kenntnis des Korans zumindest unglaubwürdig formuliert. Das für "schlachtet" verwendete arabische Wort "yazbah" wird im Koran nur an wenigen Stellen benutzt, fast immer im Zusammenhang mit der Schlachtung von Tieren.

Bis zu diesem Punkt mag man sogar annehmen, daß dieses Wort bewußt gewählt worden sein könnte. Tatsächlich wird es allerdings in den einzigen drei Stellen, in denen es um die tatsächliche "Schlachtung" von Menschen geht, benutzt, um die Verbrechen des ägyptischen Pharaos gegen die damaligen Gläubigen - das Volk Israel - zu beschreiben. Es scheint ebensowenig wahrscheinlich, daß sich ein "fanatischer Gotteskrieger" absichtlich solcher Vergleiche bedient wie daß er die entsprechenden Koranstellen nicht kennt.

Sicherlich kann als dies nicht als Beweis für eine Fälschung bezeichnet werden. Andererseits wird hierdurch der entsprechende Verdacht, gerade auch im Hinblick auf den möglichen Nutzen, weiter erhärtet.





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