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Auf der Jagd nach den Reservisten
24.05.2004








Wie der britische Telegraph am Sonntag berichtete, fordert daß US-Verteidigungsministerium Zugang zu den Daten der Finanzämter, um über die Steuerdaten Reservisten aufspüren zu können, die dem Militär einen Umzug nicht gemeldet haben und daher nicht auffindbar sind.

Der Militärdienst in den USA ist zwar - zumindest derzeit noch - freiwillig, ein Reservist, der vier Jahre lang gedient hat, kann aber für vier weitere Jahre eingezogen werden. Seit dem 11. September 2001 sind 7.000 solche Reservisten erneut eingezogen worden.

Insgesamt fallen geschätzte 280.000 US-Soldaten in diese Kategorie. Mindestens 50.000, davon allein 40.700 Soldaten der US-Army, sind für das US-Militär derzeit nicht auffindbar.

Daher berät der US-Kongreß derzeit über einen entsprechenden Gesetzentwurf, der es dem Pentagon erlauben würde, anhand der Informationen bei den Finanzämtern diesen "verlorenen" Reservisten nachzuspüren.

Die derzeitige US-Regierung unter George W. Bush ist zwar sicherlich nicht für ihre Bemühungen um den Datenschutz bekannt, da dieser Vorstoß allerdings zu einem zu erwartenden Aufschrei von Bürgerrechtsorganisationen geführt hat - was angesichts der näherrückenden Präsidentschaftswahlen und immer weiter sinkender Umfrageergebnisse Bushs diesem gewiß nicht gleichgültig ist - wird hier aber einmal mehr deutlich, wie groß die Nachschubprobleme des US-Militärs hinsichtlich einsatzfähiger Soldaten mittlerweile sind.





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