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Freiheit für Saddam Hussein?
14.06.2004








Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) hat gefordert, daß der durch den Einmarsch der USA im Irak gestürzte irakische Präsident Saddam Hussein nach der "Machtübergabe" an die "unabhängige Regierung" des Iraks freigelassen oder formell angeklagt wird, berichtete der britische Guardian am Montag.

Der offiziellen Darstellung zufolge endet am 30. Juni die Besetzung des Iraks und die ausländischen Soldaten, angeführt von über 100.000 US-Soldaten, sollen sich nur noch "auf Bitten" der "Übergangsregierung" des Landes im Irak aufhalten.

Da Saddam Hussein und einige weitere hochrangige Mitglieder seiner Regierung von den USA allerdings offiziell als Kriegsgefangene bezeichnet wurden - im Gegensatz zu den tausenden von Irakern, die sich ebenfalls in US-Gefangenschaft befinden - unterliegen sie auch den entsprechenden internationalen Gesetzen und Abkommen.

Diese schreiben vor, daß Kriegsgefangene nach dem Ende einer Besetzung freizulassen sind, wenn keine weitergehenden Vorwürfe gegen sie erhoben werden.

Dabei geht es dem Roten Kreuz offenbar nicht wirklich darum, die Freilassung Saddam Husseins zu erreichen. Vielmehr soll auf die "rechtlich ungeklärte Lage" - was auch als Umschreibung für "völkerrechtswidrige Gefangenschaft" angesehen werden könnte - der anderen tausenden irakischen Gefangenen, denen eben nicht einmal dieser Kriegsgefangenenstatus zuerkannt wird, sie aber trotzdem ohne Anklage festgehalten, verhört und eben auch gefoltert werden.

Bei einem Besuch des ICRC in dem von den USA betriebenen Gefängnis Abu Ghurayb bei Baghdad fanden sich allein dort 3.291 Gefangene. Abu Ghurayb ist nur eines der zahlreichen US-Gefangenenlager im Irak.





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