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Tiefsitzender Haß
14.06.2004








Die Reaktion irakischer Augenzeugen auf einen Anschlag in der Hauptstadt Baghdad am Montagmorgen zeigt überdeutlich, wie groß der Haß der Bevölkerung auf die Besatzer und alle, die mit diesen zusammenarbeiten, geworden ist.

So berichtete AP am Montag, daß bei der Explosion einer Autobombe, die gegen einen Konvoi von "Vertragsnehmern" - unter ihnen befanden sich auch zumindest mehrere "Sicherheitsleute", also Söldner - gerichtet war, neben 5 der in den Fahrzeugen befindlichen Ausländern auch mindestens 8 Iraker getötet worden sind. 62 weitere Menschen, darunter wiederum 10 "Vertragsnehmer", wurden teilweise schwer verletzt. Die Wucht der Explosion war so groß, daß unter anderem die Front eines zweistöckigen Gebäudes vollständig einstürzte.

Bei den fünf getöteten Ausländern handelte es sich offiziellen Angaben zufolge um 3 Mitarbeiter des US-Unternehmens Granite Services Inc, einer Tochterfirma von General Electric, die mit dem Wiederaufbau von zerstörten Kraftwerken beschäftigt gewesen sein sollen und 2 "Leibwächter", die für die Londoner Olive Security arbeiteten.

Obwohl die Zahl der getöteten und verletzten Iraker die der Ausländer also bei weitem übersteigt, zeigten die umstehenden Menschen anschließend tiefsitzenden Haß auf die Besatzer. So wurden die durch die Explosion bereits schwer beschädigten beziehungsweise zerstörten Fahrzeuge anfangs mit Steinen beworfen und mit Stöcken auf sie eingeschlagen. Nachdem dies von der irakischen Polizei trotz Warnschüssen aufgrund der großen Anzahl der beteiligten Menschen und ihrer Wut nicht verhindert werden konnte und sich die Polizei ebenso wie das US-Militär schließlich zurückzog, wurde mindestens eines der Fahrzeuge zusätzlich mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt.

Die Menge tanzte um die verbrannte Leiche eines der "Vertragsnehmer" und schrie "Nieder mit den USA".

Der hier gezeigte Haß läßt erahnen, was die beteiligten Menschen, ihre Familien und Freunde zuvor durch die Hand der Besatzer erdulden mußten und macht außerdem klar, wie gering die Überlebenschancen - dieses Wort ist in diesem Zusammenhang sicherlich auch wörtlich zu verstehen - einer irakischen "Übergangsregierung" sind, die die Besatzer "bittet", auch nach der "Machtübergabe" im Land zu bleiben.





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