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Vorerst kein Abriß von Abu Ghurayb
21.06.2004








Aus den Plänen des US-Präsidenten George W. Bush, das berüchtigte irakische Gefängnis Abu Ghurayb abreißen zu lassen, wird - zumindest vorerst - nichts werden, wie AP am Montag berichtete.

Der Richter des US-Militärs Oberst James Pohl, der die Verfahren gegen mehrere US-Soldaten führt, die beschuldigt werden, irakische Gefangene in dem Gefängnis gefoltert zu haben, hat am Montag das Gefängnis zu einem "Verbrechensschauplatz" erklärt. Damit kann das Gefängnis, das schon während der Herrschaft Saddam Husseins im Irak berüchtigt war, weil Gefangene dort brutal gefoltert und getötet wurden, bis zum Ende der Verfahren nicht abgerissen werden.

Bush hatte "angeboten", das Gefängnis abzureißen und an gleicher Stelle ein neues zu erbauen, um so - nach seiner Aussage - symbolisch die Zeit der Folterungen unter Hussein zu beenden.

Mindestens ebenso wichtig dürfte ihm allerdings gewesen sein, auch das Symbol für die Folterungen durch US-Soldaten abzureißen und so außerdem mögliche Beweise zu zerstören. Darüber hinaus wäre der Auftrag für den anschließenden Neubau wiederum an ein US-Unternehmen vergeben worden.

Irakische Stellen hatten das "Angebot" zwar als "Verschwendung" abgelehnt, trotzdem war bisher nicht endgültig klar, was mit dem Gebäude geschehen würde. Die Entscheidung des Militärrichters hat allerdings letztlich nur eine aufschiebende Wirkung. Möglicherweise führt dieser Aufschub sogar zu der für Bush unauffälligeren Variante, daß die irakische "Übergangsregierung" - deren Mitglieder faktisch von den USA bestimmt wurden - sich für den Abriß "entscheidet".





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