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Schüsse auf US-Transportflugzeug
27.06.2004








Sowohl der arabische Fernsehsender Al-Jazeera als auch die Nachrichtenagenturen berichteten am Sonntag unter Berufung auf das US-Militär, daß eine vom Baghdader Flughafen gestartete Transportmaschine des US-Militärs vom Typ C-130 von Schüssen getroffen worden ist.

Dabei ist nach Angaben von US-Brigadegeneral Mark Kimmit "eine der Personen an Bord" verwundet worden und später gestorben.

Selbst die bisher nur sehr spärlichen Informationen werfen bereits mehrere Fragen auf.

So ist die Formulierung "eine der Personen an Bord" selbst für Maßstäbe von Meldungen des US-Militärs auffällig ungenau, da hier üblicherweise auch in ersten Meldungen zumindest von "Soldaten" gesprochen wird. Namen werden zwar anfangs zurückgehalten, bis "die nächsten Angehörigen benachrichtigt worden sind", eine derart informationslose Formulierung ist aber sicherlich nicht zufällig gewählt worden.

Die Maschine ist den Angaben zufolge gegen 17:00 Uhr Ortszeit gestartet und wurde ungefähr 22 Kilometer westlich des Flughafens von Schüssen aus "Handfeuerwaffen" getroffen.

Eine C-130 hat eine Steiggeschwindigkeit von 579 Metern in der Minute. Da es in der Vergangenheit in der Nähe des Flughafens von Baghdad bereits wiederholt zu Angriffen mit Boden-Luft-Raketen auf startende und landende Flugzeuge gekommen ist, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, daß der Pilot möglichst schnell an Höhe gewinnen wollte.

Für eine Entfernung von 22 Kilometern hat die Maschine nach dem Start mindestens 2 Minuten benötigt, so daß sie zum Zeitpunkt des Angriffs eine Höhe von über 1.000 Metern erreicht haben dürfte.

Der Begriff "Handfeuerwaffen" läßt sicherlich Raum für Spekulationen offen, eine AK-47 "Kalashnikov" mag hier allerdings aufgrund ihrer "Beliebtheit" gerade auch innerhalb des irakischen Widerstands als fundierte Vermutung dienen. Eine AK-47 hat eine effektive Reichweite von 300 Metern - und diese Angabe bezieht sich auf eine gerade und nicht entgegen der Erdanziehung gerichtete Flugbahn. Erschwerend kommt hinzu, daß eine C-130 zwar in der Standardausführung nicht besonders gepanzert ist, andererseits eine Kugel aber zumindest die Außenhaut und einen Zwischenboden durchschlagen muß, bevor sie Insassen treffen kann. Hinzu kommt noch die geringe Wahrscheinlichkeit, ein Ziel, das sich mit über 500 Stundenkilometern in einer Entfernung von über 1.000 Metern - und dies würde voraussetzen, daß sich die Maschine genau über den Köpfen der Angreifer befand - nicht nur zu treffen, sondern auch noch Personen innerhalb des Flugzeugs zu treffen.

Selbst wenn man von einer Waffe mit einer deutlich größeren Reichweite und einer - aus welchem Grund auch immer - geringeren Flughöhe der Maschine ausginge, so würde es sich immer noch um einen zwar nicht auszuschließenden, aber doch zumindest sehr unwahrscheinlichen "Zufallstreffer" handeln. In Verbindung mit den anderen genannten Fakten erscheint die offizielle Darstellung äußerst unglaubwürdig.





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