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Jüdische Extremisten
30.06.2004








Wie die israelische Haaretz am Mittwoch berichtete, hat sich ein hochrangiger israelischer Rabbi letztlich - auch wenn er keine Namen nannte - für die Ermordung des israelischen Premierministers Ariel Sharon ausgesprochen.

Rabbi Avigdor Neventzal, ein öffentlich zwar nicht sonderlich prominenter, aber innerhalb der der Gemeinschaft der Rabbiner hochangesehener jüdischer Geistlicher, hatte bei einer Konferenz von Rabbinern gesagt, daß jeder, der Teile des "israelischen Landes" an Nichtjuden abtreten würde, ein "din rodef" - eine religiöse Erlaubnis, von einem anderen Juden getötet zu werden - verdiene.

Es sei zwar heute nicht mehr möglich, ein "din rodef" tatsächlich zu verhängen, da der biblische Rat der Rabbiner heute nicht mehr existiert, trotzdem "sollte es bekannt sein, daß jeder, der israelisches Land weggeben will, ein rodef ist und daß Land ganz gewiß nicht an Götzendiener gegeben werden sollte", so Neventzal.

Von politischer Seite wurde diese Aussage, die zum ersten Mal seit Mitte der 90er Jahre wieder ein solches "jüdisches Todesurteil" in Verbindung mit der Abtretung von "Teilen Israels" nannte, scharf verurteilt. So bezeichnete Matan Vilnai, Mitglied der oppositionellen Arbeiterpartei, dies einer AP-Meldung zufolge als "skandalös".

Eine ähnliche Erklärung hatte letztlich zumindest dazu beigetragen, daß der fanatisierte Yigal Amir den damaligen israelischen Premierminister Yitzhak Rabin ermordete. Rabin hatte im Rahmen von Friedensverhandlungen geplant, Teile des israelisch besetzten Landes an die Palästinenser zurückzugeben.

Der Leiter des Komitees der Rabbiner, Rabbi Dov Lior, andererseits unterstützte dieses Vorgehen. Seinen Worten zufolge hat der "weltliche Zionismus" sein Ende erreicht. So bildet der religiöse Zionismus Lior zufolge seine Söhne aus, um in der Armee Dienst zu tun und Befehlen zu gehorchen, wenn ihnen andererseits aber Befehle gegeben werden, die der Torah zuwiderlaufen, dann "haben die Knesset, die Regierung und selbst das Oberste Gericht nichts zu sagen", sagte er.





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