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Wiederaufbau mit Waffengewalt
02.07.2004








Wie AP am Freitag unter Berufung auf einen Bericht des Weißen Hauses meldete, sind von insgesamt 18,4 Milliarden US-Dollar, die der US-Kongreß für den Wiederaufbau des Iraks bewilligt hat, bisher nur 366 Millionen tatsächlich ausgegeben worden.

Während bisher also über 280 Milliarden US-Dollar für die Invasion und die Besetzung des Iraks ausgegeben oder bewilligt worden sind und diese Gelder voraussichtlich spätestens im September dieses Jahres aufgebraucht sein werden, sind die Gelder, die für den Wiederaufbau - zum großen Teil also zur Beseitigung der Schäden, die durch die US-geführte Eroberung des Landes verursacht wurden - praktisch unangetastet geblieben.

Da die Freigabe der Gelder schon fast ein Jahr zurückliegt, kann die Behauptung des Sprechers des Haushaltsbüros des Weißen Hauses, Chad Kolton, daß Zahlungen erst nach der vollständigen Erledigung von Aufträgen erfolgen würden und daher bisher nur wenig Gelder geflossen seien, kaum als glaubhaft bezeichnet werden.

Tatsächlich erklären diese praktisch nicht vorhandenen Zahlungen sicherlich zum großen Teil Berichte, denen zufolge es im Irak fast eineinhalb Jahre nach Kriegsbeginn immer noch erhebliche Probleme beispielsweise bei der Stromversorgung gibt.

Es ist sicherlich wenig verwunderlich, wenn die irakische Bevölkerung auf die Tatsache, daß einerseits immer mehr Geld aufgewendet wird, um sie mit Waffengewalt "unter Kontrolle" zu halten und andererseits nur 2 Prozent von bereits bewilligten Geldern für den Wiederaufbau von zum großen Teil hierdurch verursachten Schäden aufgewendet wurden, ihrerseits mit Waffengewalt statt den vor Kriegsbeginn von Seiten der USA angekündigten Blumen reagiert.





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