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Das Morden geht weiter
05.07.2004








Einer AP-Meldung vom Montag zufolge sind bei einem US-Luftangriff auf ein Wohnhaus in der irakischen Stadt Fallujah mindestens 10 Menschen getötet worden.

Damit hat das US-Militär in den vergangenen Wochen zum fünften Mal ein Haus in der Stadt aufgrund von "Geheimdienstinformation", die besagten, daß es sich um einen Unterschlupf von Terroristen handelte, bombardiert. Insgesamt starben dabei mindestens 65 Menschen.

Nach Angaben des US-Militärs ist das Haus von vier 500-Pfund-Bomben und zwei 1.000-Pfund-Bomben getroffen worden.

"US-Kampfflugzeuge bombardierten ein Wohnhaus im Stadtteil al-Shuhdaa in Fallujah", sagte der Polizei-Hauptmann Mekky Hussein al-Zaidan. Dr. Diaa Jumaili vom Krankenhaus der Stadt sagte, daß 10 Leichen, die meisten von ihnen auseinandergerissen, dorthin gebracht worden sind.

Weder die vorgeblich unabhängige irakische "Übergangsregierung" noch die Regierungen anderer Länder haben bisher offiziell gegen diese offensichtlichen Kriegsverbrechen, bei denen rücksichtslos der Tod von Zivilisten in Kauf genommen und verursacht wird, protestiert.

Auch die Tatsache, daß dieses brutale Vorgehen der US-Armee in einem Land, in dem sie vorgeblich "zu Gast" ist, als deutlicher Beweis dafür angesehen werden kann, daß die USA nach wie vor die Macht im Irak besitzen und daher als Besatzer und die "Übergangsregierung" als deren Marionette zu bezeichnen ist, wird international weiterhin vollständig ignoriert. Mehr noch, der französische Außenminister Bernard Bajolet hat am Montag bestätigt, daß sein Land in den nächsten Tagen nach 13 Jahren die diplomatischen Beziehungen mit dem Irak wieder aufnehmen wird. Dies ist ein weiterer symbolischer Akt der Anerkennung eben dieser irakischen "Übergangsregierung".





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