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US-Soldaten angeklagt
06.07.2004








Wie AP am Dienstag berichtete, sind nach Angaben des US-Militärs 3 US-Soldaten, die für den Tod eines Irakers verantwortlich sind, wegen "unbeabsichtigtem Totschlags" sowie ein vierter wegen Beihilfe angeklagt worden.

Am 3. Januar zwangen US-Soldaten Zaidoun Fadhil und seinen Cousin Marwan Fadhil in den Tigris zu gehen, der zu der Zeit eine starke Strömung hatte.

Zuvor waren sie zwei Mal von den Soldaten angehalten worden. Beim ersten Mal waren ihre Personalien und die Ladung ihres Pick-Ups kontrolliert worden, beim zweiten Mal waren sie unverzüglich gefesselt und abtransportiert worden.

Marwan, der schwimmen kann, schaffte es, sich an einem Baumstumpf am Ufer festzuhalten, während sein Cousin, der sich erst drei Wochen zuvor verlobt hatte, ertrank. Zaidouns um Hilfe rufende Stimme klingt noch immer in Marwans Ohren.

"Er rief ‚Marwan, rette mich' und ich rief zurück 'Versuch zu schwimmen, versuch zu schwimmen' aber er ging wieder unter und das war's. Ich konnte sie [die Soldaten] lachen hören. Sie benahmen sich, als würden sie eine Komödie auf der Bühne ansehen", erinnerte sich Marwan.

"Jedes mal, wenn ich einen amerikanischen Soldaten, einen Humvee oder einen Panzer sehe, werde ich unruhig. Viele Gefühle rasen durch mein Bewußtsein: Verwirrung, Angst und Wut. Ich denke ständig darüber nach, wie ich Zaidoun hätte helfen können. Ich fühle mich so schuldig, aber Gebete und das Lesen des Korans lassen mich weitermachen", so Marwan Fadhil.

Während die beiden Männer um ihr Leben kämpfen wurde ihr Fahrzeug und die von ihnen transportierten Waren zerstört. Von der Familie vorgelegte Bilder zeigen, daß ein gepanzertes Fahrzeug darüber gefahren sein muß.

Bei einer - in diesem Umfang allerdings kaum wahrscheinlichen - Verurteilung könnten die Soldaten Strafen zwischen 5˝ und 26˝ Jahren Gefängnis erhalten.





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