www.Freace.de
Impressum und Datenschutz


Nachrichten, die man nicht überall findet.




An der Belastungsgrenze
07.07.2004








Wie AP am Mittwoch berichtete, hat das US-Militär offenbar immer größere Probleme, seinen Bedarf an Soldaten - insbesondere für Afghanistan und den Irak - zu decken.

So sagte Ike Skelton vor dem Militärausschuß des US-Parlaments: "Wir belasten unsere Teilzeitsoldaten, unsere Garde und Reservisten fast bis an die Grenze."

Erst kürzlich hat die US-Armee über 5.600 frühere Soldaten, die ihre Dienstzeit noch nicht vollständig abgeleistet hatten, wieder einberufen. Dies ist das erste Mal seit des ersten Kriegs der USA gegen den Irak im Jahr 1991, daß dies geschieht. Nach Angaben des Pentagon werden im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich erneut tausende dieser gesonderten Reserve einberufen werden.

Auch der Vorsitzende des Komitees, Duncan Hunter, zeigte sich besorgt, daß der Kampfeinsatz von Soldaten, die bisher für die Ausbildung von Rekruten verantwortlich waren, eine "Hypothek für die Zukunft" darstellen könnte. Außerdem nimmt nach seinen Worten die Zahl der Reservisten im Verhältnis zu regulären Soldaten im Irak immer weiter zu.

Die nun in der vergangenen Woche einberufenen Angehörigen der "Individual Ready Reserve" unterscheiden sich von Angehörigen der Nationalgarde und der regulären Reserve dahingehend, daß sie weder regelmäßig an Übungen teilnehmen noch während ihrer einsatzfreien Zeit Bezüge erhalten.

Insbesondere die Tatsache, daß diese im Durchschnitt sicherlich eher in schlechter Verfassung befindlichen Reservisten nun in ein Kriegsgebiet wie den Irak geschickt werden, zeigt, wie Ernst die Probleme des US-Militärs mittlerweile sind.

Tatsächlich wird damit eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in den USA - wenn auch sicherlich erst nach den Präsidentschaftswahlen im November, da es sich hier um eine äußerst unpopuläre Maßnahme handelt - immer wahrscheinlicher.





Zurück zur Startseite





Impressum und Datenschutz

contact: EMail