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Der Preis der EU
10.07.2004








Wie AP am Samstag berichtete, mußten die Verbraucher in Polen seit dem EU-Beitritt ihres Landes am 1. Mai dieses Jahres einen dramatischen Preisanstieg von Lebensmitteln verzeichnen.

So stieg der Preis für Rindfleisch pro Kilogramm von 3,08 Euro im April auf bis zu 4,30 Euro. Hähnchenbrüste, die im April für 2,98 Euro das Kilogramm über den Ladentisch gingen werden nun für 3,86 Euro gehandelt. Die Preissteigerung betrug bei Rindfleisch also innerhalb von drei Monaten 39 Prozent, bei Hähnchenbrüsten 29,5 Prozent.

"Es fällt jeden auf und alle beschweren sich", sagte Grazyna Stachurska, die Butter verkauft. Der Preis hierfür ist um 13,7 Prozent angestiegen. "Aber dies sind Grundnahrungsmittel und jeder braucht sie."

"Früher habe ich immer Geflügel gekauft und einmal die Woche haben wir Rindfleisch genossen", sagte Elzbetia Sulimierska, die die für polnische Verhältnisse ziemlich hohe Rente von 330 Euro monatlich erhält. "Aber jetzt kaufe ich kein Rindfleisch mehr."

Wirtschaftswissenschaftler sind der Ansicht, daß der Preisanstieg durch stark gestiegene Exporte - vor allem nach Deutschland - ausgelöst wurden. Der starke Preisanstieg hat zu einer gesteigerten Inflation geführt, die wiederum zu einer Erhöhung des Basiszinssatzes der Zentralbank um 0,5 Prozent geführt hat.

Tatsächlich ist der Preisanstieg allerdings kaum allein durch plötzlich angewachsene Exportmengen nach Westeuropa zu erklären. So ist seit April der Preis für Reis um 27,7 Prozent und der Preis für Bananen um 18 Prozent gestiegen. Als Grund hierfür werden vorrangig Importzölle und andere Regeln der EU genannt.

"Reis, Geflügel und anderes Fleisch wie Kalb - alles was man braucht wird teurer", so die 82-jährige Helena Kozlowska. "Aber ich muß essen."





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